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Gubristdeckel: «Wir lassen nicht locker»

Hanspeter Haug ist Gemeindepräsident von Weiningen und SVP-Kantonsrat.

Hanspeter Haug

Hanspeter Haug ist Gemeindepräsident von Weiningen und SVP-Kantonsrat.

Im Kampf um den Gubristdeckel in Weiningen ist man noch nicht am Ziel. Der Bundesrat hat sich kategorisch dagegen ausgesprochen. Hanspeter Haug, Gemeindepräsident von Weiningen, will weiter für die Überdeckung kämpfen.

Herr Haug, überrascht Sie die Antwort des Bundes?
Hanspeter Haug: Natürlich haben wir auf einen positiven Entscheid gehofft, aber überrascht sind wir nicht. Der Bund hat sich nicht wirklich mit unserem Vorschlag auseinander gesetzt, sondern nur wiederholt, was das Astra bereits gesagt hat.

Laut Bund würde der Deckel den Gubrist-Ausbau um mehrere Jahre verzögern. Sie sehen das jedoch anders.
Haug: Wir sind der festen Überzeugung, dass es keine solchen Verzögerungen geben würde, wenn das Astra konstruktiv mit uns zusammenarbeiten würde.

In seiner Antwort spricht der Bund von mehr als 100 Millionen Franken für die Überdeckung, sie rechnen mit 50 bis 60 Millionen. Was stimmt?
Haug: Die Kosten von 50 bis 60Millionen wurden von einem unabhängigen Ingenieurbüro eruiert. Das Astra hat auch schon von 100Millionen gesprochen. Sie konnten uns aber nie sagen, wie sie zu dieser Zahl gekommen sind, obwohl wir wiederholt angefragt haben. Für uns ist das eine Behauptung.

Jetzt kommt eine entscheidende Phase für Sie: Die Motion wird zuerst im Nationalrat, dann im Ständerat behandelt. Wie stellen Sie Ihren Erfolg im Parlament sicher?
Haug: Das kann ich noch nicht sagen. Nur so viel: Wir lassen nicht locker.

Auch wenn der Deckel realisiert wird, will sich der Bund nicht finanziell daran beteiligen. Was sagen Sie dazu?
Haug: Dass der Bund die Überdeckung Katzensee auf der anderen Seite des Tunnels finanziell unterstützen will, zu uns jedoch kategorisch Nein sagt, akzeptieren wir auf gar keinen Fall.

Sie geben sich also weiterhin kämpferisch.
Haug: Wir waren schon ein paar Mal an dem Punkt, an dem das Astra erwartete, wir würden aufgeben, aber wir haben das immer überwunden und werden es auch jetzt tun. Wir werden uns noch kämpferischer geben. (BHI)

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