Wahlen 2011

Grünliberalen-Präsident Bäumle will keinen Grünen im Bundesrat

Siehr keinen Platz für einen Grünen im Bundesrat: Martin Bäumle.  (Foto: Moritz Hager)

Siehr keinen Platz für einen Grünen im Bundesrat: Martin Bäumle. (Foto: Moritz Hager)

Martin Bäumle, der Präsident der Grünliberalen Partei, gilt als Verfechter der arithmetischen Konkordanz und will der SVP einen zweiten Sitz im Bundesrat zugestehen. Einen Grünen aber, sagt Bäumle, brauche es nicht in dem Gremium.

Überraschende Worte von Grünliberalen-Präsident Martin Bäumle: «Es braucht im Moment keinen Grünen im Bundesrat», sagt er im Interview mit der Zeitung «Der Sonntag». Der Bundesrat in der heutigen Zusammensetzung habe den Atom-Ausstieg beschlossen: «Es reicht, wenn wir die jetzigen Mehrheiten sichern», so der GLP-Chef weiter.

Als Verfechter der arithmetischen Konkordanz will Bäumle der SVP einen zweiten Sitz im Bundesrat zugestehen und trotzdem den Atom-Ausstieg sichern: mit der Abwahl eines FDP-Bundesrats und der Wiederwahl von BDP-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf. «Zur Sicherung des Atom-Ausstiegs hat Widmer-Schlumpf für mich klar bessere Karten als Schneider-Ammann», sagt Bäumle.

Übergangszeit für Widmer-Schlumpf

Widmer-Schlumpf will Bäumle eine Übergangszeit einräumen, «bis in vier bis acht Jahren geklärt ist, wer von FDP, CVP, GLP oder BDP in der Mitte auf wie viele Bundesräte Anspruch hat». Dabei haben die Grünliberalen durchaus auch selbst Ambitionen, inklusive Bäumle selbst.

Auf die Frage, ob Grüne und Grünliberale nicht zusammenspannen sollten, um einen grünen Bundesrat zu ermöglichen, sagt Bäumle im «Sonntag»-Interview: «Damit es soweit käme, müssten die Grünen auch bereit sein, Bäumle oder Verena Diener als Bundesratskandidaten zu schlucken. Und das bezweifle ich.»

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