"Ja zur Hausarztmedizin"

Grünes Licht für Volksinitiative der Hausärzte

Blick in eine Praxis eines Hausarztes (Archiv)

Blick in eine Praxis eines Hausarztes (Archiv)

Die Hausärztinnen und Hausärzte haben bis zum 29. März 2011 Zeit, die nötigen Unterschriften für ihre Volksinitiative zur Verankerung ihres Berufes in der Verfassung beizubringen. Wie die Bundeskanzlei mitteilte, erfüllt das Begehren die rechtlichen Anforderungen.

Die Schweizerische Gesellschaft für Allgemeinmedizin (SGAM) hatte beschlossen, im Herbst 2009 eine Volksinitiative "Ja zur Hausarztmedizin" zu lancieren. Sie soll die Hausarztmedizin als "wesentlichen Bestandteil der Grundversorgung" garantieren und dem drohenden Mangel an Allgemeinpraktikerinnen und -praktikern vorbeugen.

Das Begehren soll zudem den Hausarzt-Beruf attraktiver machen, indem Rahmenbedingungen zugunsten der Hausärzte verbessert werden. Dazu sieht die Initiative etwa vor, dass die Hausärzte für ihre Tätigkeit eine bessere Vergütung erhalten. Auch ihre Aus- und Weiterbildung und ihr Tätigkeitsfeld würden ausgeweitet.

Die Lancierung ihrer Initiative hatten die Hausärzte bereits am Hausärztestreik am 1. April angekündigt. Damals hatten rund 15'000 Ärzte gegen die Senkung der Labortarife, aber auch gegen die Gesundheitspolitik von Bundesrat Pascal Couchepin protestiert. Gegenstand der Kritik bildeten auch immer wieder die grossen Lohndifferenzen zwischen Allgemeinpraktikern und Spezialisten.

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