Wohlen

Grüne wollen nachhaltiges Wohlen

Privat oder öffentlich? Nicht nur punkto IBW sind sich Grüne und SVP Wohlen nicht einig. (hre)

IBW

Privat oder öffentlich? Nicht nur punkto IBW sind sich Grüne und SVP Wohlen nicht einig. (hre)

Die Vision von einem lebenswerten Wohlen ist Ausgangspunkt des neuen Leitbildes der Grünen Wohlen, das Ende Juni verabschiedet worden ist. Darin propagiert die jüngste Ortspartei eine ganzheitliche Entwicklung der Gemeinde.

Andrea Weibel

Der Erhalt der natürlichen Umwelt soll zusammen mit sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen ganzheitlich betrachtet werden, schreiben die Grünen Wohlen in ihrem Leitbild. In acht Punkten (Natur und Umwelt, Energie, Raum und Siedlung, Verkehr, Gesellschaft, Kultur und Bildung, Finanzen und Wirtschaft, Politik) ist aufgelistet, wie dieser Grundsatz umgesetzt werden soll. Ihr Ziel ist es, Wohlen zu einer «Stadt zu machen, deren nachhaltige Entwicklung Ausdruck einer optimistischen Haltung ist.»

Nachhaltigkeit ist wichtig

Als Grundsätze, die jedoch nicht allzu tief ins Detail reichen, formulieren die Grünen, was es für ein lebenswertes Wohlen braucht. Dabei ist ihnen besonders die Nachhaltigkeit wichtig. Durch Informationen und vor allem die Vorbildfunktion der Gemeinde bezüglich Energie und Umweltschutz soll diese Nachhaltigkeit erreicht werden. Dazu sei bei gemeindeeigenen Liegenschaften mindestens Minergie-Standard zu befolgen. Ausgehend vom Label Energiestadt soll sich die Gemeinde kontinuierlich in Richtung 2000-Watt-Gesellschaft entwickeln. Ausserdem ist es den Grünen Wohlen wichtig, dass die Energieversorgungswerke (IBW) in der öffentlichen Hand bleiben.

Ein nachhaltiges Wohlen begegne der Einzonung von weiterem Bauland mit der massvollen Verdichtung innerhalb der bestehenden Bauzonen, so die Grünen. Der Erhalt von landwirtschaftlich produktiven Nutzflächen und einer vielfältigen Kulturlandschaft bilde die Grundlage für attraktive Naherholungsräume für die Wohler Bevölkerung.

Punkto Kultur und Bildung soll die Gemeinde Wohlen aktive Unterstützung leisten. Sie soll Projekten und kulturellen Initiativen, auch solchen unkonventioneller Art, positiv und mit Toleranz begegnen. Es sollen optimale Bildungschancen für alle herrschen, und zwar in einem attraktiven Bildungsstandort. Ganz im Sinne der Nachhaltigkeit müssten neben der Wissensvermittlung aber auch die Fantasie sowie die Kreativität der Kinder gefördert werden.

Verursachergerechte Tarife

Auch in finanzieller und wirtschaftlicher Hinsicht habe die Gemeinde Wohlen eine Vorbildfunktion. Bei Investitionen und Auftragsvergaben soll sie Lösungen bevorzugen, die in erster Linie ökologischen, aber auch sozialen und wirtschaftlichen Kriterien gerecht würden. So soll Standortförderung für Firmen und Gewerbe betrieben werden, die diese drei Faktoren in ihre Unternehmenskultur einbeziehen. Die Grünen Wohlen fordern verursachergerechte Gebühren- und Tarifstrukturen, um so einen schonenden und effizienten Umgang mit Ressourcen zu erlangen.

Unter dem Abschnitt «Politik» fordert die Ortspartei ein wenig ausformuliertes lebendiges politisches Leben. Frühzeitige und offene Informationen sowie verschiedene Formen von Mitwirken seien Voraussetzungen hierfür.

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