In den Kantonen Wallis, Aargau, Solothurn, Neuenburg und Genf sind dieses Jahr die kantonalen Legislativen mit total 585 Sitzen neu gewählt worden. Das sind rund ein Viertel der insgesamt 2579 Sitze in 25 Kantonsparlamenten (ohne Appenzell Innerrhoden, wo keine genaue Parteizuordnung möglich ist).

Die Grünen gewannen dieses Jahr laut Berechnungen der Nachrichtenagentur SDA 13 Parlamentssitze hinzu und kommen nun auf insgesamt 202 Sitze. Erfolgreich waren auch die Grünliberalen, die mit 7 Zugewinnen in AG und SO nun auf 25 Sitze in den Kantonsparlamenten kommen.

Dank des jüngsten Erfolges der Genfer Bürgerbewegung MCG, aber auch der Schweizer Demokraten in AG, kommen die kleinen Rechtsparteien nun auf insgesamt 37 Sitze - plus 10 Sitze in diesem Jahr. Davon entfallen 17 respektive 15 Mandate auf MCG und die Tessiner Lega. Dazu kommen 4 Sitze der SD und 1 Sitz der Freiheitspartei.

Für die FDP und die Liberalen hat sich ihre Fusion in mehreren Kantonen bislang nicht ausbezahlt. Sie verloren fast überall Sitze. Ende 2008 hatten sie gemeinsam 608 Kantonsparlamentssitze, nun sind es noch 596.

Die SVP kann nicht mehr an die Erfolge der früheren Jahre anknüpfen. Sie gewann in VS und SO total 7 Sitze, verlor aber in AG, NE und GE deren 6, so dass sie nun auf 580 Sitze kommt.

Dies aber nur in der Theorie. 54 ehemalige SVP-Parlamentarier wechselten nämlich zur BDP. Diese kommt mit 4 Gewinnen in AG auf 58 Sitze in Kantonsparlamenten.

Die CVP konnte nur in SO 2 Sitze zulegen, verlor aber in VS, AG und GE 11 Sitze. Sie kommt noch auf 514 Sitze.

Die SP verlor 2009 in allen Kantonsparlamentswahlen total 20 Sitze und kommt nun auf 459 Sitze. Schwacher Trost: 2008 hatte sie bei sechs Kantonswahlen 56 Sitze verloren.