Delegiertenversammlung

Grüne Töne von SVP-Präsident Albert Rösti: «Wir wollen keine 10-Millionen-Schweiz»

SVP-Präsident Albert Rösti warnte an der Delegiertenversammlung in Seedorf vor Zersiedelung und Verlust von Kulturland.

SVP-Präsident Albert Rösti warnte an der Delegiertenversammlung in Seedorf vor Zersiedelung und Verlust von Kulturland.

An der Delegiertenversammlung mobilisierte die SVP-Spitze in erster Linie für die Begrenzungsinitiative, über die am 17. Mai abgestimmt wird.

Beim Kampf gegen die Zuwanderung setzt die SVP nun auch auf ökologische Argumente. An der SVP-Delegiertenversammlung Seedorf machte Präsident Albert Röst mobil für die Abstimmung vom 17. Mai. Dann kommt die sogenannte Begrenzungsinitiative vors Volk, die den Zustrom an Einwanderern stoppen will, in dem das Personenfreizügigkeitsabkommen mit der EU ausgesetzt wird.

Die «masslose Zuwanderung» schade der Umwelt, so Rösti. So führe eine Migration in urbane Gebiete mit einem ressourcenintensiven Lebensstil zu einem Mehr an Emission. Vor allem aber werde die Schweiz wegen der Zuwanderung zubetoniert, was zum unwiederbringlichen Verlust von Kulturland führe und schwere Folgen für die Artenvielfalt und das Landschaftsbild habe.

Auch mit einem weiteren Argument bewegte sich Rösti auf einem Territorium, das sonst eher grünen und sozialdemokratischen Politikern vertraut ist: Die Zuwanderung sei nämlich der hauptsächliche Grund für die stark angestiegenen Mieten und die Verdrängung in den Städten, weiter schaffe sie für die Arbeitnehmer gravierende soziale Probleme.

Wegen der Personenfreizügigkeit seien innerhalb von dreizehn Jahren eine Million Menschen zusätzlich ins Land gekommen, resumierte Rösti. Man sei damit «mit Riesenschritten» auf dem Weg zur 10-Millionen-Schweiz. Diese lehne die SVP strikt ab.

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