Grüne sind Hauptgewinner bei kantonalen Parlamentswahlen

Die Grünen legen zu

Die Grünen legen zu

Die Grünen sind die Hauptgewinner der kantonalen Parlamentswahlen im ersten Halbjahr 2009. Zulegen konnten auch die meisten Kleinparteien sowie - in bescheidenem Ausmass - die SVP. Hauptverliererin ist die SP, aber auch CVP und FDP mussten bluten.

Die Kantone Wallis, Aargau, Solothurn und Neuenburg haben im ersten Halbjahr 2009 ihre Parlamente neu gewählt, 485 Sitze galt es insgesamt zu besetzen. Die letzten Kantonswahlen dieses Jahres finden im Herbst in Genf statt.

Auf der Linken stand die SP wie schon im Vorjahr im Dauerregen, verlor sie doch bei den vier Wahlen insgesamt 18 Sitze. Sie hält damit nach Berechnungen der Nachrichtenagentur SDA noch 461 von insgesamt 2579 Sitzen in 25 Schweizer Kantonsparlamenten (ohne AI, wo sich Parteienzugehörigkeiten nicht klar festlegen lassen).

Die SP-Verluste kamen hauptsächlich den Grünen zu Gute, die um 12 auf total 201 Sitze zulegten. Auch die Linksparteien PdA/Solidarité (in NE) und die Christlichsozialen (in VS) dürften ihre 3 respektive 2 Sitzegewinne hauptsächlich auf Kosten der Sozialdemokraten gemacht haben.

Die Grünliberalen kommen nun auf 25 Sitze in fünf Kantonen. Theoretisch käme die SVP auf total 582 Sitze in kantonalen Legislativen. Wegen der BDP-Abspaltung sind es zurzeit aber nur noch 528.

Die FDP kommt schweizweit derzeit auf 546 Sitze, die Liberalen in BS, VD und GE noch auf 54. Per Saldo acht Sitze verlor auch die CVP. Sie kommt auf 515 Sitze in kantonalen Parlamenten.

Von den Kleinparteien im Mitte-rechts-Spektrum verlor die EVP einen Sitz, blieb aber mit 50 Sitzen relativ stabil.

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