Bei der Ecopop-Initiative handle es sich um eine Mogelpackung, sagt Regula Rytz, Nationalrätin und Co-Präsidentin der Grünen gegenüber der NZZ. Würde man den Initiativtext konseqent umsetzen, müssten 5 von 8 Millionen Bewohner der Schweiz des Landes verweisen.

Ökologisch sei nicht die Bevölkerungsgrösse massgebend, sondern der Umgang mit den Ressourcen. «Wir haben nicht ein Kopf-Problem, sondern ein Pro-Kopf-Problem», so die Bernerin. Aus Umweltgründen spiele es keine Rolle, auf welcher Seite der Grenze die Menschen wohnen.

Die Initiative, die auf einen sorgsamen Umgang mit Ressourcen abzielt, geniesst jedoch gerade in der Basis der Grünen Partei gewisse Sympathie. Der Abstimmungskampf soll gemäss Rytz aber nicht zur innerparteilichen Zerreissprobe werden.

Verantwortung übernehmen

Auch deshalb möchte die Partei im Abstimmungskampf wohl das Zepter übernehmen. «Wir wollen zeigen dass die Grünen eine andere Haltung haben und sind durchaus bereit, hier Verantwortung für alle Parteien zu übernehmen», sagte die Co-Präsidentin gegenüber über SRF.

Allerdings haben sich die bürgerlichen Parteien schon vor Monaten auf FDP und Grünliberale als Fahnenträger im Abstimmungskampf gegen die Initiative geeinigt.

Aufgabenteilung

Bei der FDP ist man aber bereit, die Aufgaben zu teilen. «Die Grünen sollen im linken Lager den Lead übernehmen. Wir übernehmen ihn im bürgerlichen Lager», schlägt FDP-Generalsekretär Stefan Brubpacher vor.

Nächste Woche wollen die Parteichefs über die Aufgabenteilung verhandeln. Über die Ecopop-Initiative wird frühestens im November abgestimmt.