Grosses Aufatmen in Villnachern

Einen Monat nach der Kündigung aller Verwaltungsangestellten der Gemeinde Villnachern kann der Gemiendeammann eine Neuregelung präsentieren. Die Gemeindeverwaltung von Villnachern wird mit einem bestehendem Team von der InterComuna AG neu besetzt.

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Grosses Aufatmen in Villnachern

Grosses Aufatmen in Villnachern

Peter Belart

Gemeindeammann Roger Basler konnte und wollte seine Genugtuung nicht verbergen. Gerade mal einen Monat nach der Kündigung aller Verwaltungsangestellten konnte er eine fixfertige Neuregelung präsentieren, deren Vorteile für Villnachern, für die Bevölkerung und für den Gemeinderat auf der Hand liegen.

Unter den verschiedenen eingegangenen Bewerbungen bot diejenige der InterComuna AG die überzeugendste Lösung. InterComuna ist eine Firma, die auf Gemeindedienstleistungen spezialisiert ist. In jüngster Vergangenheit führte sie interimistisch die Geschäfte der Gemeindeverwaltung Umiken bis zu deren Verschmelzung mit der Stadt Brugg.

Das Umiker Team kommt

Dasselbe Team wird nun im Verlaufe des kommenden Monats in Villnachern einsteigen: Martin Bohler in der Funktion als Gemeindeschreiber, Benjamin Plüss und Thomas von Niederhäusern als Verwaltungsangestellte sowie Nicole Quidort als Finanzverwalterin. Durch die Tätigkeit in Umiken sind dem Team die Voraussetzungen, die Abläufe und die Ansprechpersonen in der engeren Region bekannt; zudem kennen sie sich untereinander und müssen sich somit nicht zuerst finden.

Die vertragliche Regelung umschreibt einen Leistungsauftrag, und so obliegt es der InterComuna, wie Engpässe aufgefangen werden können. Damit stellt zum Beispiel saisonal bedingte Mehrarbeit oder ein denkbarer Krankheitsfall im Verwaltungsteam keine Belastung für den Gemeinderat dar.

Finanziell interessant

Dank der grossen Erfahrung des Teams und einer flexiblen Aufgabenzuteilung rechnet Basler damit, den Aufwand gesamthaft um etwa 10 Prozent reduzieren zu können. Gegenüber der aktuellen Konstellation verspricht die neue Lösung auch in finanzieller Hinsicht Vorteile in der Grössenordnung von gegen 10 Prozent. Zudem kann der Übergang unterbruchsfrei gestaltet werden.

Positiv für Villnachern dürfte sich ferner der Umstand auswirken, dass mit Benjamin Plüss ein Mann dem Team angehört, der hier auf der Gemeindekanzlei seine Lehre gemacht hat. Plüss beabsichtigt, sich demnächst berufsbegleitend zum Gemeindeschreiber ausbilden zu lassen. Damit ist eine längerfristige Lösung mit Plüss als zukünftigem Gemeindeschreiber nicht ausgeschlossen.

Die Zukunft allein angehen

Wie sich die Übergangszeit terminlich organisieren lässt, ist im Moment in Abklärung. Innerhalb einer Woche sollten gemäss Basler der Wechsel und die Übergabe zu bewerkstelligen sein. Danach werden die gegenwärtigen Angestellten noch Überzeit und Ferien einziehen können.

Basler verbreitet Aufbruchstimmung: «Nach der Zurückweisung der Fusionsvariante ‹Schinznach› wissen wir nun, dass wir die Zukunft allein angehen. Wir sind sehr motiviert, die Gemeinde aktiv gestaltend zu führen. Villnachern ist und bleibt ein attraktiver Wohnort, insbesondere für Familien.»