Einbürgerungen
Grosser Rat: SVP will zwei Einbürgerungsgesuche erneut prüfen

341 Personen hatte die Justizkommission dem Aargauer Grossen Rat zur Einbürgerung empfohlen. Doch die SVP-Fraktion forderte zwei Fälle noch einmal zu überprüfen. Ein Fall betrifft einen 22-jährigen Bosnier, welcher sich 2003 der sexuellen Nötigung an einem Mädchen schuldig gemacht hat.

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Das letzte Wort, ob jemand eingebürgert wird oder nicht, haben nicht die Gemeinden sondern der Kanton. Am Dienstag ging es wieder einmal um 341 Namen, die von der Justizkommission empfohlen worden waren.

Doch das sah SVP-Fraktionschef Andreas Glarner ganz anders. Er und weitere Votanten verwiesen auf zwei Personen, die sie nicht einbürgern wollten. Ein Kandidat aus Berikon habe sich der fahrlässigen Körperverletzung, des Fahrens in angetrunkenem Zustand und der Verletzung von Verkehrsregeln schuldig gemacht, sagte Glarner.

Im zweiten Fall ging es um einen jungen Mann (Jahrgang 1988) aus Aarau, der sich 2003 als 14-jähriger mit einem weiteren Schüler der sexuellen Nötigung an einem Mädchen schuldig gemacht hat. 2004 gab es einen weiteren Vorfall, wobei eine Lehrerin eingreifen konnte. Der Rat akzeptierte schliesslich 339 Fälle, zog die beiden von der SVP kritisierten Fälle aber zur nochmaligen Beurteilung an sich. (MKU)

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