Das zeigt eine Auswertung der Antworten, die aktive Parlamentarier auf Smartvote gaben – auf die Frage: «Befürworten Sie eine Erhöhung des Rentenalters für Frauen und Männer, zum Beispiel auf 67 Jahre?»

Dem «Ja»- oder «Eher-Ja-Lager» lässt sich die halbe FDP-Spitze zurechnen. FDP-Präsident Philipp Müller sagt «eher Ja», mit der Bemerkung, er befürworte «einen Mix aus Massnahmen». Genauso wie zwei der fünf FDP-Vizepräsidenten: Christian Lüscher (GE, «Ja») und Christian Wasserfallen (BE, «eher Ja»).

Auch Nationalrat Beat Walti («Ja»), Präsident der Zürcher FDP, gehört in dieses Lager. Bei der SVP gehören sämtliche bisher bekannten Bundesratskandidaten ins «Ja»- oder «Eher Ja»-Lager: Nationalrat Heinz Brand (GR, «eher Ja»), Nationalrat Thomas de Courten (BL, «Ja» – «Aufgrund der demografischen Entwicklung unabdingbar»), Ständerat Roland Eberle (TG, «Ja» – «Die Erhöhung des Rentenalters ist nötig»), Hansjörg Knecht (AG, «eher Ja»).

SVP-Präsident Toni Brunner hat den Fragebogen nicht ausgefüllt. Fraktionschef Adrian Amstutz (BE, «eher Ja» – «Eine schrittweise Erhöhung wäre verkraftbar») und Wahlmanager Albert Rösti (BE, «Ja») befürworten eine Erhöhung.

Kaum jemand dagegen

Nur gerade zwölf FDP- und SVP-Parlamentarier, die wieder zur Wahl antreten, sagen «Nein» oder «eher Nein» zu einer Rentenerhöhung: die FDP-Ständeräte Raphaël Compte (NE, «eher Nein») und Karin Keller-Sutter (SG, «eher Nein» – «Befürworte das flexible Rentenalter von 62–70 gemäss Altersvorsorge 2020) und der Zürcher FDP-Ständerats-Kandidat Ruedi Noser («Nein»). «Wenn es der Wirtschaft gelingt, die Menschen wirklich bis 65 zu beschäftigen, kann man eine Erhöhung diskutieren», findet er.

Nein sagen bei der SVP die Nationalräte Andreas Aebi (BE, «eher Nein»), Yvette Estermann (LU, «Nein»), Ulrich Giezendanner (AG, «Nein»), Felix Müri (LU, «eher Nein»), Yves Nidegger (GE, «eher Nein»), Guy Parmelin (VD, «Nein»), Lukas Reimann (SG, «eher Nein» – «Flexibilisierung sinnvoller»), Pirmin Schwander (SZ, «Nein») und Walter Wobmann (SO, «eher Nein» – «Flexible Lösung»).