Nach Angaben der Hilfsorganisation Reprieve ist der offenbar psychisch kranke Akmal Shaikh der erste Europäer seit 50 Jahren, gegen den in der Volksrepublik ein Todesurteil vollstreckt wurde.

Er sei erschüttert und enttäuscht, dass die "anhaltenden Bitten um Gnade nicht erfüllt wurden", erklärte Brown. Besonders betroffen mache ihn, dass der Verurteilte nicht psychologisch untersucht worden sei.

Aussenstaatssekretär Ivan Lewis bestellte den chinesischen Botschafter in London ein. Er habe im Gespräch deutlich gemacht, dass die Hinrichtung "völlig inakzeptabel" sei und China grundlegende Menschenrechte missachtet habe.

Auch die Europäische Union kritisierte Peking "auf das Schärfste". Die chinesische Regierung verteidigte ihr Vorgehen und warf der britischen Regierung vor, sich in innere Angelegenheiten einzumischen.

Shaikh wurden im Gefängnis von Ürümqi in der Provinz Xinjiang mit einer Giftspritze hingerichtet. Trotz mehrerer Gnadenappelle hatte das Oberste Gericht in Peking geurteilt, dass die von britischer Seite vorgelegten Beweise für eine psychische Erkrankung Shaikhs nicht ausreichten.

Nach Angaben seiner Familie war der gebürtige Pakistaner von einer Schmugglerbande reingelegt worden, als er unwissentlich einen Rauschgiftkoffer mitgenommen habe.

Er war am 12. September 2007 mit 4030 Gramm Heroin am Flughafen von Ürümqi, der Hauptstadt der Region Xinjiang, festgenommen worden. Auf Schmuggel von mehr als 50 Gramm Heroin steht in China die Todesstrafe.