Am Donnerstagabend wurde im Gebiet des Jungfraujochs die Leiche des US-amerikanischen Speedflyers Harrison Fast gefunden, wie die Kantonspolizei Bern bekannt gab. Eine Crew der Air Glacier entdeckte den Toten und barg ihn. Fast wurde seit dem 26. März vermisst.

Der Fall ging damals um die Welt. Dies weil Fasts Mutter und seine Cousine aus Denver in die Schweiz gereist waren, um eine eigenständige Suchaktion mit Freiwilligen, Drohnen und einer Finanzierung via Crowdfounding anzuführen. Drei Tage nach Fasts Verschwinden hatten die Rettungsmannschaften ihre Suche nach dem Verschwundenen nämlich eingestellt. Ein starker Sturm hatte eine intensive Suche nach dem Speedflyer verhindert. 

Teuer: Der Helikopterflug über das Gebiet, in dem die Familie Harrison Fast zu hofft.

Teuer: der Helikopterflug über das Gebiet, in dem die Familie Harrison Fast zu hofft. (März 2016)

Mutter und Cousine hatten daraufhin die grösste private Suchaktion auf die Beine gestellt, die die Gemeinde Lauterbrunnen bisher gesehen hatte. Im Internet wurden Spenden in Höhe von 72'000 Dollar gesammelt, um mit kleinen Kamera-Quadrokoptern nach dem Vermissten im Gletscher-Gebiet zu suchen.

Mit solchen Drohnen ging das Team im März auf Suche nach Fast:

Erfolglos. Nach tagelanger Suche mit 18 Helfern, bei dem über ein Terabyte an Bild- und Videomaterial aufgenommen wurde, kehrten Fasts Angehörige zurück in die Vereinigten Staaten – ohne Gewissheit über sein Schicksal.

Vater John Fast wird kommende Woche nach Lauterbrunnen reisen und die Leiche seines Sohnes in die USA überführen, wie die Familie auf Harrisons Facebook-Gedenkseite schreibt. (hug)