Im Frühling 2013 hat der Chef von Gripen-Schweiz Richard Smith 100'000 Franken Spendengelder für das Fliegermuseum in Payerne gutgeheissen, berichtet der «Blick» am Donnerstag. «Lange bevor klar war, dass ein Referendum zustande kommen würde», sagt der Leiter des schweizerischen Gripen-Programms.

Wegen Einmisch-Kritik, zog Saab anfang Jahr ein geplantes Sponsoring in Höhe von 200'000 Franken für das Gripen-Pro-Komitee zurück.

Der Museumsbetreuer und ehemaliger Armeechef Christophe Keckeis dankt der Rüstungsfirma Saab. Die Suche nach Sponsoren sei schwierig. Saab sei aber nur einer von 70 und nicht der grösste Sponsor: «Das Saab-Engagement hat absolut nichts mit der aktuellen Abstimmungskampagne zu tun», sagt er.

Saab darf im Gegenzug das Museum nutzen, um Vertretern aus der Romandie Offset-Geschäfte vorzuschlagen, die bei einem Kauf des Gripen anfallen würden.

Das erfolgreiche Museum wird ausgebaut für 2,5 Millionen, sagt Keckeis. Die Erweiterung soll im September präsentiert werden.

Gripen-Gegner kritisieren das Sponsoring: «Es geht «um einen sicherheitspolitischen Volksentscheid und nicht um den Verkauf von Waschmittel», sagt der Grünliberale Beat Flach.

Für Befürworter Jakob Bücher (CVP) ist die Spende nichts als kalter Kaffee: «Wir sind froh, dass es jetzt im Abstimmungskampf eine klare Regelung gibt und Saab sich zurückhält». (tos)