Mit der gefundenen Lösung zeigten sich vor allem der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy und die deutsche Kanzlerin Angela Merkel sehr zufrieden. Die beiden hatten den Vorschlag am Donnerstag eingebracht. "Ich denke, wir haben eine sachgerechte Lösung für ein nicht ganz einfaches Problem gefunden", sagte Merkel zum Abschluss des EU-Gipfels in Brüssel.

Mit dem Entscheid hätten die Länder der Eurozone gezeigt, dass sie nicht zuliessen, dass der Euro destabilisiert werde. Zudem zeige die Vereinbarung auch die Solidarität unter den 16 Euroländern. "Das Signal gibt Griechenland Rückendeckung, um seine Sparmassnahmen umzusetzen", sagte die Bundeskanzlerin.

Sarkozy betonte, dass die Einigung der Euroländer auf einen Notfallplan für Griechenland nur Deutschland und Frankreich zu verdanken sei: "Das deutsch-französische Bündnis ist sehr solide." Allerdings hatte es gerade im Fall Griechenland Unstimmigkeiten gegeben, weil Frankreich eine rasche Lösung wollte und Deutschland dagegen hielt.

Am zweiten Gipfeltag diskutierten die EU-Staats- und Regierungschefs das weitere Vorgehen im Klimaschutz und legten die Eckpunkte für die zehnjährige EU-Wirtschaftsstrategie "EU 2020" fest. Merkel sprach dabei von fünf Kernzielen "unterschiedlicher Qualität".

Unter anderem soll die Beschäftigungsquote erhöht, die Armut bekämpft und der CO2-Ausstoss um 20 Prozent gegenüber 1990 reduziert werden.