Dabei handelt es sich um 5312 Personen. Allein im Tessin wurden im August 4620 Menschen wieder nach Italien zurückgeschickt. Seit Anfang Jahr waren es 13'626 Personen, die von Schweizer Grenzwächterinnen und Grenzwächtern an den Landesgrenzen abgewiesen wurden. Dies geht aus Zahlen hervor, die das Grenzwachtkorps am Montag veröffentlicht hat.

Im gleichen Zeitraum des vergangen Jahres wiesen Schweizer Grenzer einen Bruchteil davon - lediglich 4070 Personen - zurück. Es wurden aber auch weniger Menschen angehalten, die rechtswidrig in die Schweiz eingereist waren: Zwischen Januar und August 2015 waren das 16'352 Menschen (im Vergleich zu 29'970 im laufenden Jahr).

Die meisten der im Verlauf des Jahres 2016 aufgegriffenen Menschen stammen aus Eritrea, gefolgt von Gambia, Äthiopien, Nigeria und Somalia.

Tor zum Norden

In diesem Jahr versuchten besonders viele Menschen, an der Südgrenze in die Schweiz einzureisen: Mit insgesamt 19'959 bis Ende August Aufgegriffenen ist erneut die Region IV des Grenzwachtkorps, das Tessin, der Ausreisser in der Statistik. Der Südkanton verzeichnet seit März die grösste Anzahl rechtswidrig eingereister Personen.

Ihr Ziel ist meistens Deutschland oder Skandinavien. Die Schweiz liegt auf ihrem Weg. Über die Frage, für wie viele die Schweiz nur ein Transitland ist, geben die Zahlen des Grenzwachtkorps keine Auskunft.

Mit dem Zug

Auffallend ist, wie viele Menschen die Grenzwächter in diesem Jahr in Zügen aufgriffen: 25'600. Nur ein geringer Teil kam auf der Strasse (3785) und noch weniger per Flugzeug (569). 16 Menschen versuchten, einen Weg in die Schweiz via Boot zu finden.

Gestrandete Flüchtlinge in Como

17.7.16: Gestrandete Flüchtlinge in Como

Como - 17.7.16 - Seit Mitte Juli sind hunderte Migranten in der norditalienischen Grenzstadt Como gestrandet. Sie biwakieren in der Nähe des Bahnhofs und werden von Freiwilligen aus Italien und dem Tessin mit Essen versorgt. Vielfach warten sie auf eine Gelegenheit, die Schweiz zu durchqueren, um nach Deutschland oder Skandinavien zu gelangen.

Diejenigen, die in der Schweiz um Asyl bitten, werden an die Empfangszentren des Bundes verwiesen. Dort wird dann in einem Asylverfahren geprüft, wer gemäss der Genfer Flüchtlingskonvention ein politischer Flüchtling ist. Nur politische Flüchtlinge erhalten auch Asyl.

Geprüft wird aber auch, ob jemand nicht schon in einem anderen EU-Land einen Asylantrag gestellt hat. Ein solcher Flüchtling wird als Dublin-Fall an das Erst-Antragsland abgeschoben.