Tessin
Grenzwächter greifen in einer Woche 1700 illegal Eingereiste auf

Die illegalen Einreisen ins Tessin nehmen weiterhin zu: Die Grenzwächter griffen in der dritten Juli-Woche rund 1700 Personen auf, die rechtswidrig ins Tessin eingereist sind. In der Vorwoche waren es rund 1300 Menschen.

Merken
Drucken
Teilen
Ein Grenzwächter an der Grenze zu Italien in Chiasso. (Symbolbild)

Ein Grenzwächter an der Grenze zu Italien in Chiasso. (Symbolbild)

KEYSTONE/GAETAN BALLY

Die Zahlen steigen jeweils im Sommer an. Wenn nämlich das Wetter im Mittelmeerraum wärmer wird, wagen mehr Menschen die Überfahrt nach Europa. Gemäss provisorischen Zahlen, die das Grenzwachtkorps am Montag veröffentlichte, kamen zwischen dem 18. und dem 24. Juli via Tessin 1698 Menschen in die Schweiz. Die meisten von ihnen, nämlich 744, kamen aus Eritrea.

717 der Aufgegriffenen wurden an der Grenze weg gewiesen. Nicht alle Menschen, die sich rechtswidrig in der Schweiz aufhalten, seien automatisch auch Flüchtlinge im Sinn der Flüchtlingskonvention, heisst es dazu beim Grenzwachtkorps. Wer in der Schweiz um Asyl bittet, wird an die Empfangszentren des Bundes verwiesen.

Von Januar bis Juni 2016 hatte das Grenzwachtkorps insgesamt 14'602 Menschen aufgegriffen, die sich illegal in der Schweiz aufhielten. Das waren etwa halb so viele wie im gesamten Jahr 2015. Die meisten kamen über das Tessin in die Schweiz.

An anderen Grenzen war es ruhiger: An den Bündner und St. Galler Grenzübergängen wurden in der dritten Juliwoche gemäss provisorischen Zahlen 22 illegal Eingereiste gezählt und an den Übergängen ins Wallis und in die Waadt 103. In den nördlichen Grenzwachtregionen Basel und Schaffhausen wurden 47 illegal Eingereiste aufgegriffen.