Das frühlingshafte Wetter und die bevorstehenden Ostertage haben am Samstag zahlreiche Reiselustige in Richtung Süden gelockt: Vor dem Gotthard-Nordportal staute sich der Verkehr auf bis zu 13 Kilometer. Ein defekter Lastwagen verschärfte die Stausituation zusätzlich.

Der Lastwagen war um 13.30 Uhr im Gotthardtunnel stecken geblieben. Nach einer halben Stunde konnte das Fahrzeug aber geborgen werden, wie Andrea Lehmann vom Verkehrsinformationsdienst viasuisse auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Die Art der Panne war nicht bekannt.

Der Zwischenfall erforderte von den Reisenden auf dem Weg in den Süden zusätzliche Geduld. Der Verkehr staute sich zwischenzeitlich auf 13 Kilometern. Im Laufe des Nachmittags verkürzten sich die Wartezeiten vor dem Nordportal. Laut Lehmann muss aber weiter mit Stau gerechnet werden.

Kurz nach 16 Uhr betrug die Wartezeit zwischen Erstfeld und Göschenen bis zu einer Stunde, wie der Verkehrsdienst TCS auf seiner Internetseite schreibt. Die Einfahrt Göschenen war gesperrt. Auch in der Gegenrichtung staute sich der Verkehr auf zwei Kilometer.

Reisenden wird empfohlen, über die A13 via San Bernardino auszuweichen. Auch dort muss aber mit Staus und Wartezeiten gerechnet werden. Ein Grund ist, dass an mehreren Pässen noch Wintersperren bestehen.

Osterzeit ist Stauzeit

Die Staus vor dem Osterwochenende hatten sich abgezeichnet. "Osterzeit ist Stauzeit", rief das Bundesamt für Strassen (ASTRA) in einer Mitteilung in Erinnerung. Weil die Osterzeit dieses Jahr eher spät ausfalle, könne der Ansturm in den Süden noch zunehmen. In vielen Kantonen und weiten Teilen Europas würden die Schulferien vor Gründonnerstag beginnen.

Noch schlimmer dürfte es ab Gründonnerstag werden. Das ASTRA rechnet mit Wartezeiten von zwei Stunden und mehr. Zudem dürfte sich der Stau auch in der Nacht auf Freitag nicht auflösen.