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Google Switzerland stellt Kamerafahrten für Street View vorläufig ein

Auto mit Kamera von Google

Auto mit Kamera von Google

Google Switzerland hat die Kamerafahrten für ihr Angebot Street View in der Schweiz vorläufig gestoppt. Dies bestätigte Google-Kommunikationschef Matthias Graf gegenüber der Zeitung «Sonntag» .

Graf verwies auf einen entsprechenden Blog-Eintrag von Google-Chefprogrammierer Alan Eustace. Darin heisst es zur Begründung:«Als wir das Problem bemerkt haben, wurden die Street-View-Autos gestoppt und die Daten auf unserem Netzwerk isoliert. Dann haben wir sie abgekoppelt, um den Zugang zu diesen Daten zu sperren.» Laut dem "Sonntag" war das 360-Grad-Kamera-Auto von Google noch letzte Woche in Graubünden, der Ostschweiz und in der Innerschweiz unterwegs. Mit der Datenpanne ist Google massiv in die Kritik geraten, darunter auch bei Gemeindepräsidenten wie Markus Hauenstein von Wollerau SZ: «Die Grenze des Tolerierbaren ist überschritten.

Wollerau ist die Gemeinde mit der höchsten Prominenten-Dichte. Tennis-Star Roger Federer hat mit seiner Frau Mirka und den beiden Zwillingen eine Luxus-Wohnung in Wollerau bezogen. An der so genannten «Diamantküste» wohnen auch Marcel Ospel, UBS-Chef Oswald Grübel und Franco Knie. Zusammen mit der Nachbargemeinde Freienbach zählt Wollerau 170 Einkommensmillionäre. «Wir sind uns bewusst, dass dass der Gebrauch von Google Street View bei uns speziell heikel ist», sagt Gemeindepräsident Hauenstein. Google Switzerland beschäftigt in Zürich über 600 Mitarbeiter aus 50 Nationen. Es handelt sich dabei laut Google-Sprecher Graf unterdessen um "das Hauptentwicklungszentrum für Europa, den mittleren Osten und Afrika". Der Standort Zürich als internationaler Enwicklungshub sei "nicht in Gefahr", so Graf.

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