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Google Street View will Gesichter und Autonummern besser verwischen

Google Street View beschäftigt Datenschützer (Archiv)

Google Street View beschäftigt Datenschützer (Archiv)

Google Street View will Autonummern und Gesichter im Internetdienst besser verwischen. Damit reagiere der Konzern auf Empfehlungen des Datenschutzbeauftragten Hanspeter Thür, teilte Google mit. Alle Forderungen Thürs werden aber nicht erfüllt.

Zur verbesserten Anonymisierung von Gesichtern werde Google eine neue Software-Version benutzen, heisst es in dem Communiqué weiter. Zudem erklärte sich Google bereit zum Dialog, um die Funktionsweise der Street View-Technologie zu erklären. Auch wolle Google sensible Bereiche in einer Stadt, "wo es Menschen peinlich sein könnte, wenn sie dort fotografiert würden", berücksichtigen.

Zu solchen sensiblen Gebieten zählten etwa Rotlicht-Milieus, sagte Peter Fleischer, Googles höchster Datenschützer, an einer Telefonkonferenz. Google bemühe sich, die Aufnahmen in solchen Gebieten dann durchzuführen, wenn sich möglichst wenige Menschen dort aufhielten. Der Internetdienst sei auch offen für Hinweise auf weitere sensible Orte.

Keine Kompromisse will Google bei der Kamerahöhe machen. Gebäude, Verkehrsschilder und andere nützliche Dinge wolle Google so aufnehmen, dass sie erkannt werden.

Der Datenschutzbeauftragte hatte verlangt, dass Kameras so niedrig montiert werden müssen, dass keine Aufnahme von privaten Gärten und Höfen möglich sind.

Nicht erfüllen könne Google die Forderung nach der genauen Ankündigung neuer Aufnahmen, hielt Fleischer fest. Ungeplante Ereignisse wie das Wetter oder Verkehrsverhältnisse zwängen Google in letzter Minute zu Änderungen der Einsatzorte.

Der Eidgenössische Datenschutzbeauftragte Hanspeter Thür bestätigte lediglich den Eingang der Google-Antwort. Über das weitere Vorgehen gab es keine Auskunft.

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