Datenschutz

Google präsentiert Verbesserungsvorschläge für Online-Dienst

Google präsentiert Lösungsvorschläge

Google präsentiert Lösungsvorschläge

Die Firma Google hat im Gespräch mit dem Eidg. Datenschutzbeauftragten Vorschläge zur Verbesserung des Online-Dienstes Street View präsentiert. So will die Firma künftig mehr Details über den Fahrplan der Aufnahmewagen bekanntgeben.

Auch die Verwischungstechnologie in Street View werde man "deutlich verbessern", und zwar sowohl bei Nummernschildern als auch bei Gesichtern, sagte Peter Fleischer, Datenschutzbeauftragter von Google, in einer Telefonkonferenz. Diese Verbesserungen würden innerhalb der nächsten Wochen umgesetzt.

Gemäss Fleischer funktioniert die Verwischungstechnologie im Falle der Schweiz gegenwärtig in rund 98 Prozent aller Fälle. Dies hätten die in der vergangenen Woche durchgeführten Untersuchungen ergeben.

Der Internetkonzern ist überzeugt, dass Street View "vollkommen legal" und von hohem Nutzen für die Schweizer Bevölkerung sei.

Der Eidgenössische Datenschutzbeauftragte Hanspeter Thür wird in den kommenden Tagen prüfen, ob die von Google vorgeschlagenen Massnahmen die Privatsphäre ausreichend schützen, wie er in einem Communiqué schreibt. Das Ergebnis dieser Prüfung und das weitere Vorgehen werde er nächste Woche bekanntgeben. Google schalte bis zur Klärung der offenen Fragen keine neuen Gebiete auf.

Losgelöst von Google's Datenschutzbestrebungen wird Thür vor Bundesgericht klagen. Er sagte in der Sendung "10vor10" des Schweizer Fernsehens: "Es braucht eine höchstrichterliche Entscheidung des Bundesgerichts, ob es das Recht auf das eigene Bild noch gibt." Zudem fordert Thür eine Bewilligungspflicht für Internetfirmen.

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