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Google holt peinliche E-Mails zurück

Der Computer vergibt praktisch alle Fehler: Ein Klick in Word auf «Rückgängig» oder «Undo» und die Welt ist wieder in Ordnung. Beim Versenden von E-Mails war das bisher nicht der Fall. Jetzt will Google peinlichen E-Mails ein Ende setzen.

Christian Bütikofer
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E-Mails sind eine tolle Sache. Sie flitzen schnell von einem Punkt zum anderen und sind hurtig getippt. Manchmal viel zu schnell - in der elektronischen Post gehts spontan zu und her, wie bei den SMS: Ein kurzer Klick auf «Senden» - und weg ist der gedankliche Schnellschuss.

E-Mails fast so schnell wie das Wort

Das hat manchmal verheerende Konsequenzen. Denn die E-Mails entwischen uns fast so schnell, wie wenn wir sprechen und enthalten ab und zu Dinge, die wir nicht so meinten, die peinlich sind, die wir gerne zurücknehmen würden.

Da kommt Google uns gerade recht: Die Firma bietet jetzt ihre «Rückgängig»-Funktion an, die diesen Namen auch verdient. Seit 2009 gibt es die Funktion «Undo Send» (Versand rückgängig machen), doch bisher musste man innert fünf Sekunden reagieren und diesen Panik-Knopf drücken.

30 Sekunden Zeit für Rettung

Jetzt gibt uns Google eine halbe Minute Zeit, Peinliches, Falsches, Fehlerhaftes ungeschehen zu machen.

Wie kommt man in Genuss dieser Rettungs-Funktion?

Man muss Nutzer von Gmail sein, Googles-E-Mail-Dienst, der gratis ist. Ist man bei Gmail drin, aktiviert man die Funktion «Undo Send», indem man erst auf «Einstellungen» oder «Settings» klickt, die im Browser oben rechts zu sehen sind. Im nächsten Fenster klickt man auf der Registerleiste auf «Labs». Dort aktiviert man die Option «Undo Send/Versand rückgängig machen» mit «Enable» und speichert die Änderung mit «Save Changes/Änderungen speichern».

Danach kann man E-Mails wieder zurückholen. Dieser Notnagel sollte einen aber nicht davon abhalten, auch in Zukunft schon vor dem Senden mitzudenken.

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