Golfplatz kommt an die Urne
Golfplatz kommt vors Volk

Das umstrittene Projekt für einen Golfplatz in Bergdietikon kommt vors Volk. Über 400 Stimmberechtigte haben das Referendum unterschrieben, doppelt soviele wie nötig. Im Herbst kommt es wohl zum entscheidenden Urnengang.

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Zürcher Regierung sieht in Golfplatz keine Gefahr

Zürcher Regierung sieht in Golfplatz keine Gefahr

Limmattaler Zeitung

Bereits an der Gemeindeversammlung vom 21. Juni hatten die Bergdietiker Golfplatz-Gegner angekündigt, das Referendum gegen das Projekt auf dem Herrenberg zu ergreifen. Dieses ist nun zustande gekommen. Über 400 Unterschriften hat der Verein «No Golf Herrenberg» in nur fünf Sammeltagen zusammenbekommen. Nötig gewesen wären 175.

Die Unterschriften sollen Anfang kommender Woche der Gemeindeverwaltung übergeben werden. Innerhalb von sechs Monaten wird die Gemeinde Bergdietikon nun eine Abstimmung anzuberaumen. Gemeindeschreiber Patrick Geissmann hat bereits erklärt, dass diese wohl auf einen der beiden offiziellen Termine gelegt werde: Das wäre der 26. September oder der 28. November 2010.

Eine 27-Loch-Anlage

Bei einem Ja an der Urne würde als nächster Schritt die Ausarbeitung des Gestaltungsplans für den Golfpark Herrenberg anfallen, und zwar unter Mitwirkungsverfahren und mit öffentlicher Auflage. Ein Nein bedeutet das Aus fürs Projekt.

Auf dem Herrenberg ist auf 93 Hektaren Land ein Golfpark geplant. Die 27-Loch-Anlage ist in Bergdietikon umstritten. An der Gemeindeversammlung vor einem Monat war der Publikumsaufmarsch mit 615 von 1724 möglichen Stimmberechtigten rekordverdächtig. Das Ergebnis zugunsten des Golfparks an der Gemeindeversammlung vom 21. Juni war mit 321 Ja- zu 294 Nein-Stimmen knapp.

Die Gegner des Projekts befürchten in erster Linie Mehrverkehr und eine Belastung der Infrastruktur der Gemeinde. Die Befürworter sprechen von einem Standortvorteil für Bergdietikon und verweisen darauf, dass das Projekt sowohl beim Gemeinderat als auch beim Kanton akzeptiert sei. Zudem hätten Umweltorganisationen beim Konzept mitgewirkt. (Liz/rsn)

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