Golf

Golfplatz: Dialog statt Konfrontation

Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern der Golfplatz-Initianten, der Pro Natura, des Kantons Aargau, der Landwirtschaft und der Gemeinden Bad Zurzach und Rietheim, hat sich zur gemeinsamen Lösungssuche für das Projekt Golf, Auen und Landwirtschaft zu einem runden Tisch getroffen.

In einer gemeinsam abgefassten Pressemitteilung teilen die beteiligten Parteien mit, dass sie übereingekommen sind, im Rahmen des auf Initiative des aargauischen Bauernverbandes und von Regierungsrat Peter C. Beyeler zustande gekommenen Mediationsverfahrens die verschiedenen Ansichten über die künftige Entwicklung, Nutzung und den Schutz des Rietheimer Feldes gemeinsam und eigenverantwortlich zu klären. Ebenfalls soll durch diese Gespräche eine Vertrauensbasis für die künftige Zusammenarbeit entstehen. Geleitet und koordiniert wird der Dialog von den Mediatoren Maurus Büsser, Generalsekretär des Departements Bau, Verkehr und Umwelt, sowie von Emanuel Wassermann. Das Vorgehen sei so ausgerichtet, schreiben die beteiligten Parteien in ihrer Erklärung, dass die terminlichen Vorgaben des kantonalen Richtplans eingehalten werden können.

Der vereinbarte Prozess sieht vor, die noch offenen Fragen insbesondere der Landwirtschaft bezüglich eines möglichen Golfplatzprojekts anzugehen. Die daraus erforderliche Nutzungsplanänderung soll den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern von Bad Zurzach voraussichtlich an der Winter-Gemeindeversammlung 2009 vorgelegt werden. Bevor die Vorlage während 30 Tagen öffentlich aufgelegt wird, soll die Bevölkerung anlässlich einer terminlich noch festzulegenden Informationsveranstaltung umfassend über das Projekt und über mögliche Lösungsansätze orientiert werden. Direkt betroffene Personen, die nicht in der Mediation vertreten sind, sollen wenn immer möglich vorgängig in das Verfahren einbezogen werden.

Gemäss Mitteilung wird das Thema «Auenlandschaft» parallel und unter Mitwirkung der involvierten Parteien bearbeitet. Die Lösungssuche unter Berücksichtigung der Anliegen von Pro Natura, der Landwirtschaft, der kantonalen Abteilung Landschaft und Gewässer sowie der Gemeinde Rietheim erfolgt, sobald Klarheit über die erforderlichen Landflächen und den dafür nötigen Landabtausch herrscht. (az)

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