Daniel Felder

Global denken – lokal handeln

Vor fünf Jahren ist Daniel Felder zum Vorstand des WWF Solothurn gestossen. Sein Engagement für Umweltangelegenheiten passiere aus Überzeugung.

Astrid Bucher

Der Natur eine Stimme zu geben bezeichnet Daniel Felder als eine Lebensaufgabe. Der 30-Jährige ist vor fünf Jahren in den Vorstand des WWF Solothurn eingetreten. Die Aktivitäten, bei denen er seither mitgewirkt hat, sind vielseitig. So hat er etwa einen Windradworkshop gestaltet, einen Kinoevent für Schulklassen betreut, Biberspuren an der Aare kartiert, ein Biberwochenende für Kinder durchgeführt, an Standaktionen mitgemacht, Stellungnahmen verfasst, Artikel in der Sektionsbeilage geschrieben und neue Inhalte auf die Webseite geladen.

«Aktuell leite ich das Projekt Erlebnispfad Aare und die Arbeitsgruppe Regio Café, welche aus dem World Café Solothurn vom letzten Herbst heraus entstanden ist und sich dem regionalen Wirtschaften widmet», sagt Felder.

Alle Einsätze finden in seiner Freizeit statt. Felder arbeitet gratis und aus Überzeugung: «Ich bin mir sicher, dass man im Umweltbereich noch viel erreichen kann und vor allem unbedingt mehr unternehmen muss», betont er. «Zudem mag ich es, Dinge anzureissen und kreative Lösungen zu suchen.»

Der Solothurner im Aargau

Aufgewachsen ist Daniel Felder im Solothurnischen Obergösgen, heute wohnt er mit seiner Frau Maria Isa in Aarburg. Zur Freiwilligenarbeit stiess er nicht ganz zufällig. «Der Leitsatz ‹Global denken - lokal Handeln› begleitete mich bereits während der Studienzeit. Ich hatte den Wunsch, das erworbene Wissen in der Praxis anzuwenden und ein Netzwerk von Gleichgesinnten aufzubauen, aber ich wusste nicht genau wie ich das angehen sollte», erinnert sich Felder. Just in dieser Zeit erhielt er als Mitglied des WWF ein Schreiben:

Die Sektion Solothurn versuchte neue Freiwillige für die Organisation zu gewinnen. Nach einem Gespräch mit dem damaligen Geschäftsführer ging es rasch voran, und sogleich sei Felder in den Vorstand eingetreten «ohne genau zu wissen, welche Aufgaben mich da erwarten würden.» Den Entscheid habe er nie bereut.

Unterdessen hat er sein Studium abgeschlossen und eine Stelle beim Bund, beim eidgenössischen Amt für Landwirtschaft, angetreten. Dort ist er mit Themen im Zusammenhang mit Energie und Klima beschäftigt. «Wir erarbeiten zur Zeit eine Strategie, welche mögliche Wege aufzeigen soll, wie die Landwirtschaft ihre Treibhausgas-Emissionen mindern und sich an die Klimaveränderung anpassen kann», sagt der Umweltnaturwissenschafter.

Die Umwelt geht alle etwas an

Die fünf Vorstandsmitglieder treffen sich einmal im Monat, alternierend einmal in Olten einmal in Solothurn. Daneben gibt es noch einige treue Helfer und Helferinnen in Arbeitsgruppen oder für temporäre Einsätze, welche zum erweiterten Kreis der WWF-Familie gehören: «Es ist eine Tatsache, dass wenn man zusammen am selben Strick reisst, viel mehr erreicht werden kann», beschreibt Felder seine Motivation für die Freiwilligenarbeit. Sie alle arbeiten ohne Lohn. Lediglich die kantonalen Geschäftsstellen werden vom WWF Schweiz finanziert (40-%-Pensum).

Durchschnittlich drei Abende pro Monat wendet Felder für seine Tätigkeit beim WWF auf. Manchmal mehr, manchmal weniger - je nach Aktivitäten im Jahresplan und zeitlicher Verfügbarkeit. «Kumuliert kommt dann aber doch einiges zusammen», betont er. Wie schnell die aktuellen Projekte vorwärts kommen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. «Je nachdem, wie viel Zeit ich und allfällige Helfer/-innen in die Freiwilligenarbeit investieren können, kommt der Erlebnispfad früher oder später zustande», sagt er.

Es seien zudem verschiedene Aspekte, wie der Standort, die noch zu klären seien. Der Naturwissenschafter möchte abschliessend erwähnen, dass Jung und Alt willkommen seien, beim WWF Solothurn in irgend einer Form mitzuhelfen «Eine Ausbildung im Umweltbereich ist nicht Voraussetzung. Die Motivation, sich für die natürlichen Lebensgrundlagen einzusetzen, und ein bisschen Zeit reichen.»

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