Das Parlament hat am 20. März das zweite Konjunkturförderungsprogramm des Bundes verabschiedet. 150 Millionen Franken gehen davon an die SBB. Diese wollen damit Projekte frühzeitig realisieren. Dazu gehört auch der Ausbau des Bahnhofs Lupfig. Dieser hätte auch ohne Konjunkturförderungsprogramm Ende 2009 oder Anfang 2010 ausgebaut werden sollen. Denn die Planungen laufen schon seit zwei Jahren.

Was ändert sich dann? «Der Baubeginn wird sicher nicht verzögert. Zudem haben wir einige Bauteile bereits jetzt bestellt, die eine längere Lieferfrist haben», so Kurt Kronenberg von den SBB. Er rechnet damit, dass die Bauarbeiten im nächsten Frühling beginnen werden. Momentan warten die SBB auf die Baubewilligung. «Das Bundesamt für Verkehr muss noch einige Einsprachen behandeln. Ich denke aber nicht, dass diese den Baubeginn verzögern werden.»

Fussgänger laufen auf Gleisen

Der Ausbau des Bahnhofs Lupfig kostet 21 Millionen Franken. Geplant sind auf der Ostseite der Gleisanlage, also beim Einkaufszentrum Seebli, zwei neue Gleise. Sie dienen als erweiterte Produktionsplattform für die Rangierzüge der Firma Bertschi. Zudem soll auf der Westseite des Bahnhofgebäudes ein Annahmegleis um 520 Meter verlängert werden. Der Verkehr der Amag-Güterzüge soll so verbessert werden.

Die Gemeinden Lupfig und Hausen erhoben aus folgenden Gründen Einsprache gegen das Projekt:  Erstens geht es um die Sicherheit der Fussgänger auf dem Heuweg. Die beiden Gemeinden bemängeln, dass es künftig einen längeren Abschnitt geben wird, auf welchem der Heuweg und die Gleise parallel verlaufen. Das zweite Begehren der Gemeinde Hausen ist eine Fussgängerverbindung vom Hausener Reichhold-Areal zum Bahnhof. Drittens wünscht die Gemeinde Lupfig, dass der Süssbach, der unter den Bahngleisen auf der Nordostseite fliesst, mehr Raum bekommt.