Mathias Küng
Fast eine Stunde mussten am Dienstagabend in Schlossrued rund 220 Delegierte am Parteitag der SVP Aargau auf das wichtigste Traktandum warten: Die Ständeratsnomination. Schliesslich liess Grossrat Beat Unternäher die Katze aus dem Sack: Der Kantonalvorstand beantrage «nach eingehender Diskussion: Nationalrat Giezendanner wird als Ständerat nominiert. Und der Kantonalparteitag nimmt in zustimmendem Sinn Kenntnis, dass Maximilian Reimann bereit ist, als Nationalrat zu kandidieren».

Natürlich werde jetzt Giezendanner nominiert, so Unternährer. Die Nationalratsnomination erfolge später. Es sei aber «ein Glücksfall, dass sich Reimann als Nationalrat zur Verfügung stellt». Man wolle ja eine gute Durchmischung in der Liste haben «und alle Wählerschichten und Generationen der SVP sollen darin vertreten sein».

Reimann will Giezendanner unterstützen

In der Diskussion unterstützten alle Votanten die Kandidatur Giezendanner und Reimanns geplantes Comeback im Nationalrat. Gegner meldeten sich nicht.

Reimann sicherte Giezendanner volle Unterstützung zu. Dieser lobte Reimanns Grösse, die Chance aufs Ständeratspräsidium preis zu geben. Giezendanner versprach nach der mit 220:8 Stimmen und unter grossem Applaus erfolgten Nomination, sich bei einer Wahl in Bern für den Aargau einzusetzen.