Der Verband des Personals Öffentlicher Dienste (vpod) und die KiTaS rechtfertigen ihre Forderung insbesondere mit internationalen Vergleichen. Die Schweiz liege mit Ausgaben von 0,2 Prozent des BIP weit hinter den europäischen Staaten, teilten die beiden Verbände mit.

Österreich, Ungarn und Frankreich gäben 0,5 bis 1 Prozent für die vorschulische Bildung aus, die skandinavischen Länder gar 1,4 bis 2,3 Prozent. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie müsse der Schweiz mehr wert sein. Analog der Empfehlung der EU fordern die beiden Verbände darum eine Erhöhung der Ausgaben auf 1 Prozent des BIP.

Zwar räumen vpod und KiTaS ein, dass Bund, Kantone und Gemeinden die familienergänzende Kinderbetreuung in den letzten Jahren stark ausgebaut hätten. Dabei drohe allerdings die pädagogische Qualität auf der Strecke zu bleiben. Zu viele Beschäftigte seien nicht genügend ausgebildet für die Tätigkeit.

Die zusätzlichen finanziellen Mittel wollen vpod und KiTaS darum vor allem in die Qualität der Betreuung investieren. Daneben sollen auch mehr Krippen entstehen, Elternbeiträge gesenkt sowie die Forschung gefördert werden.