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Gewerkschaft Impressum «bestürzt» über Stellenabbau bei Edipresse

Journalisten vor dem Edipresse-Gebäude in Lausanne (Archiv)

Journalisten vor dem Edipresse-Gebäude in Lausanne (Archiv)

Edipresse Schweiz streicht 100 Vollzeitstellen von insgesamt 1124. Das Unternehmen müsse die Kosten senken, begründete der Westschweizer Medienkonzern die Massnahme. Der Schritt erfolgt acht Monate nach der Bekanntgabe der Übernahme durch Tamedia.

Edipresse reagiere mit der Streichung von Jobs auf die wirtschaftliche Situation: Per Ende September habe der Konzern im Vergleich zum Vorjahr eine Einbusse bei den Werbeeinnahmen von 25 Prozent erlitten. "Für das Jahresende zeichnet sich keine Besserung ab", sagte Edipresse-Generaldirektor Serge Reymond gemäss Communiqué.

Der Abbau betrifft 30 volle Redaktionsstellen, 50 Jobs in der Druckerei in Bussigny VD und 20 weitere Arbeitsplätze. Wie viele Personen vom Abbau betroffen sind, war nicht klar. Es werde Kündigungen geben, hiess es bei der Edipresse-Medienstelle.

Der Edipresse-Generaldirektor Serge Reymond bezeichnete die Situation auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA als "dramatisch". Das Ziel sei jedoch ein Abbau ohne Qualitätsverminderung.

Die Mediengewerkschaft Impressum bezweifelte in einer Stellungnahme, dass ein Stellenabbau dieser Grössenordnung ohne Qualitätseinbussen möglich sei. Sie zeigte sich "bestürzt" über das Vorhaben von Edipresse. Die Gewerkschaft erinnerte daran, dass der Westschweizer Medienkonzern bereits im vergangenen Jahr "die Kapazitäten der Redaktionen empfindlich reduziert" habe.

Als Sozialpartner werde sich Impressum dafür einsetzen, das Ausmass des Abbaus zu reduzieren, heisst es in der Mitteilung weiter. Als Alternative schlägt die Gewerkschaft etwa Kurzarbeit vor.

Edipresse sieht für die Betroffenen Begleitmassnahmen und einen Sozialplan vor. Es begannen bereits Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern über die vorgesehenen Massnahmen.

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