Abrechnung
Gesundheitszentrum Fricktal hat zu hohe Subventionen kassiert

Das Gesundheitszentrum Fricktal hat Patienten auf dem Papier kränker gemacht, als sie waren. Nun muss das Spital dem Kanton eine halbe Million Franken Subventionen zurückzahlen.

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Gesundheitszentrum Fricktal

Gesundheitszentrum Fricktal

Aargauer Zeitung

Gemäss einem vertraulichen Dokument des Aargauer Gesundheitsdepartements wiesen die Patientinnen und Patienten des Gesundheitszentrums Fricktal (GFZ) die höchsten Komplikationsraten- und Nebenerkrankungen wie Diabetes auf. Dies berichtete der «Beobachter» vor Jahresfrist. Jemand soll dabei nachgeholfen, die Patienten kränker zu machen, als sie wirklich waren.

Kurzfristig habe sich diese Rechnung für das GZF bezahlt gemacht, denn so gab es mehr Geld vom Kanton. Dieser nämlich verteilt jährlich insgesamt rund 500 Millionen Franken Subventionen an die Spitäler. Je schwieriger die Patientenfälle sind, umso grösser wird das Stück dieses Subventionskuchens für das jeweilige Spital.

Verdacht bestätigt

Nach der Berichterstattung im Beobachter überprüfte eine Revisionsfirma im Auftrag des Gesundheitsdepartements die Zuteilung für 2008. Die Kontrolleure seien dabei auf «statistisch signifikante Abweichungen» gestossen. Ein zweite Revisionsfirma prüfte nach und bestätigte den Verdacht.

Nun haben sich Kanton und GFZ darauf geeinigt, dass das Spital eine halbe Million Franken der einkassierten Subventionen zurückzahlen muss. Die GFZ-Leitung selbst erklärte, die Abweichungen seien irrtümlich passiert. «Wir bedauern das. Es war nie die Absicht des GFZ, sich zulasten der übrigen kantonaler zu bereichern», sagte Spitaldirektorin Anneliese Seiler gegenüber dem «Beobachter».

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