Die Prognosen des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums (OBSAN) wurden gemäss Mitteilung im Auftrag der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) und der Nationalen Dach-Organisation der Arbeitswelt Gesundheit (OdASanté) erstellt.

2006 waren fast 200 000 Personen in den Spitälern, den Alters- und Pflegeheimen sowie den Spitex-Diensten tätig. Sie belegten rund 140 000 Vollzeitstellen.

Laut den Bevölkerungsprognosen des Bundesamtes für Statistik (BFS) dürfte die Population der 65-Jährigen und Älteren bis 2020 um 400 000 Personen (+34%) zunehmen, während jene der 20- bis 64-Jährigen wahrscheinlich lediglich um 200 000 Personen (+4%) wachsen wird.

Hinzu kommen mindestens 60 000 Gesundheitsfachleute, die wegen Pensionierung ersetzt werden müssen. Am stärksten nimmt der Personalbedarf in den Einrichtungen der Langzeitpflege zu.

Die Rekrutierung von Gesundheitspersonal könnte schwieriger werden, heisst es weiter. Der erhöhte Bedarf zeichne sich in einer Phase ab, in der die Rekrutierung bereits schwierig sei. Die Autoren der Studie schlagen unter anderem vor, dass die Berufe attraktiver gemacht und die Anzahl Ausbildungsplätze angepasst werden.

Die OBSAN-Studie bildet die Grundlage eines nationalen Berichts über die Rekrutierung von Personal im Gesundheitswesen, den die GDK zusammen mit der OdaSanté ausarbeiten wird.