Schmitter

Gesundheitsdepartement: Nach Abgang «steht Signal auf Alarm»

Noch vereint: Adrian Schmitter und seine Chefin Susanne Hochuli.

Schmitter und Hochuli

Noch vereint: Adrian Schmitter und seine Chefin Susanne Hochuli.

Adrian Schmitter hat bei Regierungsrätin Susanne Hochuli, Vorsteherin des Departements Gesundheit und Soziales (DGS), seinen Rücktritt als Generalsekretär eingereicht. Es ist nicht der erste Abgang unter Susanne Hochuli.

Nach dem Abgang des langjährigen Leiters Gesundheitsversorgung im Departement Gesundheit und Soziales (DGS), Max Neuhaus, und Chefwechseln in anderen DGS-Bereichen, geht jetzt auch Generalsekretär Adrian Schmitter.

Er hat laut einem DGS-Communiqué gestern bei Regierungsrätin Susanne Hochuli seinen Rücktritt eingereicht. Nachdem die Arbeiten zur Reorganisation in der Gesundheitsversorgung erfolgreich durchgeführt seien, werde Schmitter «eine neue Herausforderung annehmen». Ab sofort wird das Generalsekretariat bis zur Neubesetzung der Stelle interimistisch von Claude Bischof, stellvertretender Generalsekretär, geleitet.

Am schnellsten vom überraschenden Abgang erholt hat sich der Gesundheitspolitiker und SVP-Grossrat Hans Dössegger. In einer Interpellation schreibt er: «Damit erreicht eine besorgniserregende Serie von personellen Abgängen in diesem Departement einen Höhepunkt.

«Schon wieder eine vertraute Anlaufstelle weg»

Und dies zu einem Zeitpunkt, da in der Gesundheits- und Pflegeversorgung eine riesige Baustelle herrscht.» Jetzt gehe auch der letzte wichtige know-how-Träger, sagt Dössegger dazu. Bisher sei er besorgt gewesen: «Jetzt stelle ich das Signal auf Alarm.»

Überrascht vom Abgang Schmitters, den alle als sehr loyal bezeichnen, ist auch Theo Voegtli (CVP). Er bedauert, «schon wieder eine vertraute Anlaufstelle zu verlieren» und hofft, dass der know-how-Transfer sichergestellt ist. Rainer Klöti (FDP) glaubt, dass das DGS zuviele Baustellen eröffnet hat - nebst denen, die es betreiben muss.

Ob der Abgang mit unterschiedlichen politsichen Ansichten zusammenhängen könnte, mag Barbara Roth, Präsidentin der Gesundheitskommission, nicht beurteilen. In Kommissionssitzungen hätte man jedenfalls nie etwas Derartiges gespürt. Auch sie erachtet den Abgang «in einem Zeitpunkt grosser Geschäfte als heikel».

Genaueres weiss auch die Präsidentin der grünen Grossratsfraktion, Eva Eliassen, nicht. Sie könnte sich vorstellen, dass es für Chefbeamte schwierig ist, sich an einen anderen regierungsrätlichen Stil zu gewöhnen, sagt sie. Gerade in einer Zeit, in der der Druck auf das DGS wegen vieler gewichtiger Geschäfte sehr gross ist.

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