Betreuung

Gesucht werden Betreuungsplätze

Nach Ansicht der Grünliberalen soll Urdorf seinen Einwohnern mehr Kinderbetreuungsplätze zur Verfügung stellen. Sie gelangten mit einer Anfrage an den Gemeinderat.

Flavio Fuoli

Die Grünliberalen (GLP) des Bezirks wünschen sich von Urdorf mehr und umfassendere Kinderbetreuungsangebote, und zwar für Vorschul- wie auch für Schulkinder. Sie richteten deshalb eine ausführliche Anfrage an den Gemeinderat. Unterschrieben ist sie von René Gutknecht, Präsident, und Sonja Gehrig, Vizepräsidentin.

In Urdorf liege der Betreuungsgrad bei 5 Prozent, während er im kantonalen Mittel 11 Prozent betrage. Der GLP geht es einerseits um die Möglichkeit, das Familieneinkommen mit einem zweiten Einkommen zu verbessern und die Armut zu bekämpfen, andererseits die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern.

In Urdorf gebe es bei der familienergänzenden Betreuung nur das «Chinderhuus», das Wartelisten führe. Gut verdienende Familien hätten keine Chance auf einen Platz im «Chinderhuus».

Bei der schulergänzenden Betreuungen verfüge Urdorf über die beiden Mittagstische Bahnhofstrasse und Weihermatt. Auch hier würden Wartelisten geführt. Knacknüsse seien zudem die fehlende Nachmittags- und Ferienbetreuung.

Angebot verdoppeln

Konkret fordert die GLP von der Gemeinde, dass sie den Ausbau von Krippenplätzen und die Schaffung von Hortplätzen unterstützt und sich für ein lückenloses familien- und schulergänzendes Kinderbetreuungsangebot einsetzt. Ziel müsse sein, das Betreuungsangebot im Vorschul- wie im Schulalter innerhalb der nächsten drei Jahren mindestens zu verdoppeln. Das Angebot soll Ganztagsbetreuung vom wenige Monate alten Säugling bis zum Schulabgänger auch während der Ferien einschliessen.

Urdorf brauche dazu eine zweite Kinderkrippe. Von der Schule verlangt die Anfrage, die Umwandlung der bestehenden Mittagstische zu Kinderhorten. Für die GLP bedeutet ein umfassendes Betreuungsangebot auch ein wichtiger Standortfaktor.

Partei bleibt dran

Wie Sonja Gehrig gegenüber der Limmattaler Zeitung erklärte, sei der Antrag im Sinne einer dringenden Empfehlung an den Gemeinderat gedacht. In diesem Sinne sei es eine Anregung. Man erwarte jedoch, dass der Gemeinderat darauf eingehe und Stellung beziehe. Die Partei werde auf jeden Fall an diesem Thema dran bleiben.

Wie von Gemeindeschreiber Urs Keller zu erfahren war, zieht eine Anfrage an den Gemeinderat keine rechtlichen Verbindlichkeiten nach sich. Die Behörde sei jedoch angehalten, Antwort zu geben und ihre Haltung aufzuzeigen.

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