Schweiz - Kosovo

Gespräche über bessere Integration der Kosovaren in der Schweiz

Ibrahim Makolli und Simonetta Sommaruga

Ibrahim Makolli und Simonetta Sommaruga

Justizministerin Simonetta Sommaruga hat am Montag in Bern mit dem Minister für die kosovarischen Gemeinschaften im Ausland, Ibrahim Makolli, die Situation der rund 150'000 in der Schweiz lebenden Kosovaren besprochen. In der Schweiz lebt die zweitgrösste kosovarische Gemeinschaft im Ausland.

Laut Angaben des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements (EJPD) drehten sich die Gespräche vor allem um die Förderung der Integration der Kosovaren in der Schweiz. Ziel der beiden Minister ist es, das Bildungsniveau so zu erhöhen, dass eine Integration in den Arbeitsmarkt gelingt.

Sommaruga und Makolli sprachen auch über das Projekt "Diaspora For Development". Dieses Programm der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) sieht vor, die Ressourcen der kosovarischen Gemeinschaft in der Schweiz für die sozio-ökonomische Entwicklung des Kosovo künftig besser zu nutzen.

Ein anderes Gesprächsthema war gemäss EJPD-Angaben die bilaterale Polizeikooperation. Die organisierte Kriminalität aus dem Kosovo ist für die Kriminalitätsentwicklung in der Schweiz von besonderer Bedeutung. Seit Juli 2010 ist ein Schweizer Polizeiattaché in Pristina stationiert.

Die Gesprächspartner sprachen zudem über die Visa-Liberalisierung für den Schengen-Raum. Die EU hat mit dem Kosovo diesbezüglich einen Dialog eröffnet, der die Schweiz als assoziiertes Mitglied des Schengen-Abkommens direkt betrifft.

Die Schweiz unterstützt die Bemühungen des Kosovo, die von der EU zur Erreichung der Liberalisierung gestellten Bedingungen zu erreichen. Die Schweizer Botschaft in Pristina behandelt 40 Prozent der Visa-Anträge für den Schengen-Raum.

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