Gesprächsverweigerung

Gespräch ausgeschlagen: Leuthard geht auf Crashkurs mit der Strassen-Lobby

Bundesrätin Doris Leuthard stellte fest, dass eine Besprechung mit Vertretern der Strassenlobby zurzeit nichts bringt.

Bundesrätin Doris Leuthard stellte fest, dass eine Besprechung mit Vertretern der Strassenlobby zurzeit nichts bringt.

Astag-Präsident und SVP-Fraktionschef Adrian Amstutz bat Verkehrsministerin Doris Leuthard zur Aussprache. Die Vignetten-Abstimmung und der geplante Fonds für den Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehr seien ein Thema.

Bundesrätin und Verkehrsministerin Doris Leuthard will sich laut «SonntagsBlick» jedoch mit den Autoorganisationen nicht an einen Tisch setzen. Amstutz: «Bundesrätin Leuthard stellte fest, dass zum jetzigen Zeitpunkt eine Besprechung nichts bringen würde.»

Leuthards Sprecherin Annetta Bundi sagt gegenüber dem «SonntagsBlick», die Bundesrätin habe die Vertreter der Strassenverbände bereits Ende Mai angehört.

«Da die Verabschiedung der Vernehmlassungsvorlage zum Fonds für den Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehr (NAF) kurz bevorsteht, erübrigt sich ein weiteres Treffen im Januar.»

Ihre Absage hat Folgen: Kurz vor der Abstimmung über die milliardenschwere Bahnvorlage Fabi am 9. Februar bringt sie die Strassenlobby gegen sich auf - damit auch wichtige Akteure der erfolgreichen Anti-Vignetten-Allianz.

«Wir sind nicht irgendein Chüngelizüchterverein, den man einfach abputzen kann», sagt Max Nötzli (69), Präsident der Autoimporteur-Vereinigung Auto-Schweiz. Leuthards Gesprächsverweigerung ist mit ein Grund, dass der Verband in den Kampf gegen die Fabi-Vorlage einsteigt.

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