Tourismus

Gesellschaftliche Auswirkungen des Tourismusprojektes Andermatt

Investor Samih Sawiris (Archiv)

Investor Samih Sawiris (Archiv)

Die gesellschaftlichen Auswirkungen des neuen Tourismusresorts in Andermatt UR werden in einer begleitenden Studie untersucht. Bis 2018 will die Abteilung für Soziale Arbeit der Hochschule Luzern verschiedene Aspekte des Sawiris-Projektes begleiten.

Das Konzept der Studie wurde am Dienstagabend an einer Dorfgemeinde in Andermatt vorgestellt. Ende September erhält die Bevölkerung Gelegenheit, über die Begleitstudie zu diskutieren und Meinungen einzubringen. Im Oktober soll eine lokale Gruppe gebildet werden, die die Studie ihrerseits begleitet.

Für Ende September ist der Spatenstich für das Tourismusresort des ägyptischen Investors Samih Sawiris geplant. Von der Realisierung erwartet man eine rasante Entwicklung für das Urserntal, grosse räumliche Veränderungen sowie eine starke Zunahme der Bevölkerung und der Gästezahl in kurzer Zeit.

Damit verbunden sind Chancen und Risiken, wie es in einer Medienmitteilung der Hochschule Luzern vom Mittwoch heisst. Auf der einen Seite erhofft man sich, dass die "Abwärts-Entwicklung" gestoppt und die Bevölkerung von einem besseren sportlichen und kulturellen Angebot profitieren kann.

Anderseits befürchtet man durch die rasche Veränderung bestehender Werte eine Verunsicherung der Einheimischen, Veränderungen im sozialen Gefüge des Dorfes sowie Überfremdungsgefühle.

Die Begleitstudie wird als eine Art Vorwarnsystem verstanden. Negative Auswirkungen des Resorts auf die Bevölkerung sollen frühzeitig erkannt und entsprechende Verbesserungsvorschläge und Korrekturen ermöglicht werden. Die Andermatter Bevölkerung soll eine aktive Rolle spielen. Bis 2018 sind vier Befragungsrunden vorgesehen.

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