Corona-Krise

Geschlossene Grenzen, stornierte Flüge: Tausende Schweizer stecken im Ausland fest

Für die gestrandeten Reisenden gibt es wenig Optionen bei einem Lockdown.

Für die gestrandeten Reisenden gibt es wenig Optionen bei einem Lockdown.

Schweizerinnen und Schweizern stecken an Flughäfen oder in Hotels auf der ganzen Welt fest, weil die Grenzen geschlossen wurden oder Airlines ihre Flüge storniert haben.

(watson.ch/wst) Es tönte eindringlich, was Bundesrätin Karin Keller-Sutter an der denkwürdigen Medienkonferenz am Montag sagte: «Wir rufen Schweizerinnen und Schweizer im Ausland dazu auf, in die Schweiz zurückzukehren». Für viele kam die Botschaft jedoch zu spät. Hunderte von Schweizerinnen und Schweizern stecken an Flughäfen oder in Hotels auf der ganzen Welt fest, weil die Grenzen geschlossen wurden oder Airlines ihre Flüge storniert haben.

Wie viele Personen genau betroffen sind ist unklar. Wie das Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA gegenüber dem «Blick» sagte, seien zurzeit 15'000 Schweizerinnen und Schweizer weltweit registriert. In der Realität, so das EDA, dürften es aber weit mehr sei, «Blick» geht von 50'000 Personen aus.

Cassis: Ausland-Schweizer sollen jetzt zurückkommen (17.3.2020)

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Im Krisenmanagement-Zentrum des EDA's stehen die Telefone derzeit kaum noch still. Hier rufen besorgte Schweizer aus dem Ausland an und wollen wissen, ob sie in Zeiten des Coronavirus' jederzeit in die Schweiz zurückkehren können und dies nun tun sollten. Für Bundesrat Ignazio Cassis steht jedenfalls fest: Die Touristen müssen sich nun beeilen. Das Video entstand mit Material, das vom EDA zur Verfügung gestellt wurde.

An der Pressekonferenz der Bundesbehörden am Dienstag sprach Hans-Peter Lenz, Leiter des EDA-Krisenmanagementszentrums, unter anderem über die Situation in Marokko, wo Hunderte Schweizerinnen und Schweizer wegen fehlender Fluggenehmigungen festsitzen. Ab Dienstag konnten die ersten dank der Vermittlung des EDA ausreisen, in den nächsten Tagen sollen weitere Flüge folgen.

Für die gestrandeten Reisenden gibt es wenig Optionen bei einem Lockdown. Das EDA empfiehlt, sich an die Airlines oder Reiseveranstalter zu wenden. Für die Ausreise ist jeder selber verantwortlich, das besagt das Auslandschweizergesetz. Erst, «wenn nachweislich absolut keine Möglichkeiten mehr bestehen», selbständig auszureisen, helfen die Behörden aus, so ein Sprecher des EDA gegenüber dem «Blick».

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