Affäre Geri Müller
Geri Müllers Sitz im Nationalrat blieb am Montagnachmittag leer

Geri Müller ist als Stadtammann in Badener Stadthaus zurückgekehrt und hat an der Stadtratssitzung teilgenommen. Dagegen blieb sein Sitz im Nationalrat in Bern leer.

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Der Sitzplatz von Nationalrat Geri Müller (vorne rechts) bleibt zu Beginn der Herbstsession im Berner Bundeshaus leer.

Der Sitzplatz von Nationalrat Geri Müller (vorne rechts) bleibt zu Beginn der Herbstsession im Berner Bundeshaus leer.

Keystone

Am Montag hat in Bern die Herbstsession begonnen – Geri Müller war nicht zugegen. Noch nicht. «Herr Müller wird teilnehmen, allerdings mit Rücksicht auf die besonderen Umstände in Baden, die sich nach dreiwöchiger Krankheit ergeben haben», hatte Müllers Anwalt Andreas Meili auf Anfrage der «NZZ am Sonntag» erklärt. Müller war nach Ausbruch der Nacktselfies-Affäre krankgeschrieben und hatte letzte Woche angekündigt, heute wieder sein Amt als Badener Stadtammann aufzunehmen.

So blieb der Sitz des 53-jährigen Grüne-Nationalrats aus dem Aargau in der vordersten Reihe leer. Auch wenn sich auf seinem Platz verschiedenste Unterlagen befanden, wie das Bild hier zeigt. Parteikollege Louis Schelbert, sein Sitznachbar im Nationalrat, hatte schon vor mehreren Wochen gegenüber dem «Blick» klar gemacht, dass er auch künftig mit Müller zusammenarbeiten werde.

Die Sitzung des Badener Stadtradts endete heute gegen 13 Uhr. Geri Müller äusserte sich gegenüber den Medien nicht und fuhr auf seinem Velo um 14.30 Uhr wieder davon. In Bern tauchte er heute nicht mehr auf. So bleibt unklar, wann er in den Nationalrat zurückkehren wird. Aufgrund der Formulierung seines Anwalts ist aber damit zu rechnen, dass dies demnächst der Fall sein wird. (pz)

Die erste Stadtratssitzung nach Geri Müllers Rückkehr dauerte bis in den Nachmittag hinein. Dann fuhr er mit dem Velo wieder weg.

Die erste Stadtratssitzung nach Geri Müllers Rückkehr dauerte bis in den Nachmittag hinein. Dann fuhr er mit dem Velo wieder weg.

Keystone