In allen vier Fällen hatten sich die Häftlinge - drei Männer und eine Frau - den Anweisungen der Wächter widersetzt. Die angewandten Zwangsmassnahmen seien von allen Häftlingen als unverhältnismässig beurteilt worden, sagte am Mittwoch Gefängnisdirektor Constantin Franziskakis zur Nachrichtenagentur sda.

Damit bestätigt der er einen Bericht der Genfer Tageszeitung "Tribune de Genève". Alle Zwischenfälle ereigneten sich im Monat Mai dieses Jahres.

Arzt stellte Verletzungen fest

Gesichert ist zurzeit lediglich, dass ein Arzt bei allen vier Häftlingen Verletzungen feststellte. Auf Details - etwa die Art der Verletzungen oder wie es zu diesen kam - wollte der Direktor mit Verweis auf die laufende Untersuchung nicht eingehen.

Die Haftanstalt zählt zurzeit rund 450 Gefangene. Pro Jahr müssten durchschnittlich rund 500 Gefangene in die Isolationszelle, sagte Franziskakis. Somit sei fast jeder Häftling ein Mal davon betroffen. Während den ersten sechs Monaten in diesem Jahr verzeichnete die Haftanstalt laut dem Gefängnisdirektor jedoch keine Zunahme der Disziplinlosigkeit bei den Gefängnisinsassen.

Viele von ihnen litten zudem an psychischen Problemen, sagte der Direktor und verweist auf die schwierige Situation in der Haftanstalt. "Trotzdem erwarten wir von den Wärtern, dass sie sich der Situation angemessen verhalten."