Big Brother

Genf lässt ein ganzes Quartier mit Videokameras überwachen

Der Kanton Genf will das Ausgeh-Quartier der Rhonestadt ab Herbst rund um die Uhr von der Polizei überwachen lassen. Dazu sollen für 2 Millionen Franken 21 neue hochauflösende Kameras montiert werden.

Damit wird erstmals in der Schweiz ein ganzes Quartier flächendeckend und in Echtzeit überwacht. Laut Informationen der «Sonntagszeitung» könnte auch eine Gesichtserkennungs-Software verwendet werden, um gezielt nach Personen zu fahnden. Die Kantonspolizei Genf steht bereits mit Spezialisten in Kontakt und beobachtet Tests einer solchen Gesichtserkennungs-Software.

Der Genfer Staatsrat Pierre Maudet erklärt das Motiv hinter dem Projekt: «Das Pilotprojekt setzt ein klares politisches Zeichen: Wir wollen alle verfügbaren Mittel nutzen, vor allem die neusten Technologien, um die Sicherheit in Genf zu verbessern.»

Noch ist die Sache aber nicht definitiv entschieden, ob das Ausgeh-Quartier Les Pâquis rund um die Uhr überwacht wird. Das Kantonsparlament muss im Herbst dem Einsatz von Big Brother noch zustimmen, was es wohl auch wird. acht werden.

Sollte der Pilotversuch Erfolge zeitigen, könnten wir die Überwachung auf andere Quartiere ausdehnen», doppelt FDP-Staatsrat Maudet im «Tages-Anzeiger» vom Montag nacht. Damit liesse sich verhindern, dass sich die Strassenkriminalität von den überwachten Zonen wegverlagere, begründet der 35-jährige Politiker den Schritt. (rsn)

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