Schweiz

Genf ist um zwei Polit-Skandale reicher – und ja, Pierre Maudet spielt auch dabei eine Rolle

Die zweitgrösste Stadt der Schweiz kommt politisch nicht zur Ruhe.

Die zweitgrösste Stadt der Schweiz kommt politisch nicht zur Ruhe.

Ein ehemaliger Staatsratspräsident und ein aktueller Stadtrat sind mit heftigen Vorwürfen konfrontiert. Es geht um Amtsmissbrauch und Politspenden.

Was wäre eine Woche ohne neuen Skandal in Genf? Ein Skandal!

In der zweitgrössten Stadt der Schweiz gehören juristische Untersuchungen gegenüber gewählten Politikern praktisch zum Alltag. Die Affäre um FDP-Staatsrat Pierre Maudet oder die Spesenexzesse von CVP-Stadtrat Guillaume Barazzone sind nur zwei Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit.

Nun ist die Serie um zwei Fälle reicher geworden. Am Dienstagabend eröffnete «RTS» ein weiteres Kapitel in der Maudet-Affäre. Der Genfer FDP-Staatsrat wird verdächtigt, über eine Parteikasse Geld von der Hotelkette Manotel für seinen Wahlkampf bezogen zu haben. Nun hat Maudet gemäss «RTS» einen Parteikollegen in die Affäre hineingezogen. Im September 2019 habe er gegenüber der Staatsanwaltschaft gesagt, dass der ehemalige Staatsratspräsident François Longchamp ebenfalls Geld von Manotel erhalten habe für seine Kampagne. Die Rede ist von 25000 Franken. «RTS» bezieht sich auf Protokollauszüge. Longchamp bestreitet die Vorwürfe.

Schlag auf Schlag ging es am Mittwoch weiter: Die Kantonsregierung gab bekannt, gegen Stadtrat Rémy Pagani von der Bewegung «Ensemble à gauche» ein Disziplinarverfahren zu eröffnen. Er steht im Verdacht, sein Amt missbraucht zu haben. Dabei geht es um die Lancierung einer Stiftung, sowie Renovationsarbeiten am «Grand Théâtre».

Das Theater in Genf – es geht weiter.

Meistgesehen

Artboard 1