Genf
Genf ist die gefährlichste Stadt der Schweiz

Nirgends in der Schweiz werden im Verhältnis zur Einwohnerzahl mehr Straftaten verüb als in Genf. Erst danach folgen die Städte Lausanne, Bern und Zürich. Meistens handelt es sich um Diebstähle, Drogendelikte oder Überfälle.

Drucken
Teilen
Eine Leiche wird 2009 in Genf nach einem Familiendrama weggebracht.

Eine Leiche wird 2009 in Genf nach einem Familiendrama weggebracht.

Keystone

41 000 Straftaten waren es 2011, was 217 Straftaten pro 1000 Einwohner der Stadt Genf entspricht. Erst danach folgen die Städte Lausanne (189,5), Bern (172) und Zürich (138,9) im Kriminalitätsranking von «Der Sonntag».

Um die steigende Kriminalität zu bekämpfen, ging das Genfer Grenzkorps diese Woche erstmals per Helikopter auf Verbrecherjagd. «Der Hubschrauber ist eine hervorragende Ergänzung zu unseren Fahrzeugen», sagte Philippe Nahum, Abteilungsleiter des Grenzkorps. «Von oben hat man einen besseren Überblick.»

Auch die Bevölkerung reagiert

Die Bewohner rüsten sich mit Überwachungssystemen oder fragen private Sicherheitsfirmen an, die ansonsten nur Bijouterien zu ihren Kunden zählen. «In diesem Jahr haben uns über 50 Personen angefragt, ihre Häuser zu überwachen», sagt Gustave Jourdan, Gründer der Genfer Sicherheitsfirma Sentinel Protection.

Aktuelle Nachrichten