Der temporäre Springbrunnen auf der Place Saint-François soll die Menschen zum Nachdenken anregen und nicht einfach eine kurze Erfrischung bringen, wie die Verantwortliche der Veranstaltung, Monique Keller unterstrich. Nach nächtlichen Tests wurde die Installation am Mittwoch bei schönstem Sommerwetter auch tagsüber nochmals getestet und erstmals auch dem Publikum und den Medien vorgeführt.

Richtig los geht es am 15. Juni, wenn die Gartenschau eröffnet wird. Diese lädt bis zum 12. Oktober auf einem Spaziergang vom Westen zum Osten der Stadt Lausanne quer durch rund 30 Gärten. Thema ist der Erdboden. Die Fontänen auf der Place Saint-François sollen einen Moment lang den Gedankenfluss der durch die Stadt flanierenden oder hetzenden Menschen unterbrechen, um daran zu erinnern, dass im Untergrund das flüssige Element herrscht, wie es in der Broschüre zur Gartenschau heisst.

Bei jedem Zyklus des Wasserspiels werden rund hundert Liter Wasser in die Luft geschleudert. Anschliessend wird das nasse Element durch das Kläranlagensystem wieder aufgefangen und zurück in den Genfersee geleitet.

Für die 17 Wochen dauernde Gartenschau schätzen die Organisatoren, dass es insgesamt 814 Kubikmeter Wasser braucht, um die drei Fontänen jeweils von acht Uhr morgens bis acht Uhr abends zu betreiben. Dies entspricht im Vergleich zu den tanzenden Fontänen auf dem Bundesplatz etwa drei Prozent.