Gesundheitswesen

Gemeinnützige Organisationen tragen die meisten Spitex-Leistungen

Spitex-Leistungen werden zu 80 Prozent von gemeinnützigen Organisationen getragen (Symbolbild)

Spitex-Leistungen werden zu 80 Prozent von gemeinnützigen Organisationen getragen (Symbolbild)

Fast 1200 Spitex-Organisationen betreuen nahezu 263'000 Personen in der Schweiz. Die Zahl der erfassten Leistungserbringer hat sich 2010 im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt. 80 Prozent der Spitex-Leistungen werden von gemeinnützigen Organisationen erbracht.

Dies geht aus der am Dienstag veröffentlichten Spitex-Statistik 2010 des Bundesamtes für Statistik hervor.

Waren bis 2009 nur gemeinnützige und öffentlich-rechtliche Organisationen für Hilfe und Pflege zu Hause erfasst, so sind in der neuesten Statistik auch die erwerbswirtschaftlichen Organisationen (z.B. gewinnorientierte AG und GmbH) sowie die selbstständigen Pflegefachpersonen enthalten, wie es das revidierte Bundesgesetz über die Krankenversicherung KVG vorsieht.

2010 gab es demnach 1162 Leistungserbringer, die mit über 36'000 Mitarbeitenden 263'000 Personen betreuten. Das sind 3,3 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Davon zählten die gemeinnützigen Organisationen über 29'000 Mitarbeitende. Sie erbrachten insgesamt rund 80 Prozent des gesamten Leistungsvolumens - knapp 13 Millionen von insgesamt 16 Millionen Stunden.

1900 Mitarbeitende zählten die öffentlich-rechtlichen, knapp 5000 die erwerbswirtschaftlichen Organisationen; dazu kamen rund 380 Selbständige.

In der Statistik 2009 waren 576 Spitex-Organisationen (nur gemeinnützige und öffentlich-rechtliche) mit 29'000 Mitarbeitenden erfasst, die 214'000 Personen betreuten. 13 Millionen Stunden wurden damals verrechnet.

Unterschiedliche Spezialisierungen

Ertrag und Aufwand der Spitex beliefen sich 2010 auf jeweils 1,59 Mrd. Franken. Die Einnahmen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent, der Aufwand um 15 Prozent. Der Aufwand entsprach 2,6 Prozent der gesamten Kosten des Gesundheitswesens (2009: 2 Prozent). Eine geleistete Stunde kostete im Schnitt 99 Franken. Pro betreute Person wurden durchschnittlich 6033 Franken ausgegeben.

Knapp die Hälfte der Einnahmen wurden 2010 von gemeinnützigen und öffentlich-rechtlichen Organisationen erwirtschaftet (702,5 Mio. Franken). Drei Viertel davon stammten von Pflegeleistungen, ein Fünftel von hauswirtschaftlichen und sozialbetreuerischen Leistungen.

Bei den erwerbswirtschaftlichen Organisationen machten die Leistungen im hauswirtschaftlichen und sozialbetreuerischen Bereich fast einen Drittel der Einnahmen aus. Die Einnahmen der selbstständigen Pflegefachpersonen kamen fast ausschliesslich durch Pflegeleistungen zustande.

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