Gemeindeversammlung Ottenbach heisst alle Anträge gut

Die 31 Stimmberechtigten – mehr als die Hälfte davon Behördenmitglieder – waren nicht motiviert, die Gemeindeversammlung Ottenbach in die Länge zu ziehen. Sie verzichteten auf Diskussionen, stellten nur wenige Fragen und stimmten allen Anträgen der Behörden einstimmig zu.

Merken
Drucken
Teilen
Gemeindeversammlung Ottenbach

Gemeindeversammlung Ottenbach

Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern

Dank einer Reduktion des Steuerfusses der Primarschule sinkt der Gesamtsteuerfuss in Ottenbach von 118 auf 116 Prozent zuzüglich 14 Prozent für die reformierte beziehungsweise 16 Prozent für die katholische Kirche. Finanziert wird dies mit einer höheren Entnahme aus dem Eigenkapital.

Ottenbach wächst

Der Voranschlag der Politischen Gemeinde sieht Ausgaben von 7.025 Millionen vor, was einer Zunahme von 132‘000 Franken gegenüber dem Voranschlag 2009 und einer Abnahme gegenüber der Rechnung 2008 von 13‘000 entspricht. Gleichzeitig steigt der budgetierte Ertrag um 163‘000 Franken. Das Defizit vermindert sich somit. Der Gemeinderat schlägt einen unveränderten Steuersatz von 41 Prozent vor und eine Entnahme von 532‘500 Franken aus dem Eigenkapital. Die Gemeindeversammlung stimmte dem Voranschlag ebenso diskussionslos zu wie der Neufasssung der Statuten des Spitalzweckverbandes und des Sicherheitszweckverbandes Albis.

Anlässlich des Baus der A4 wurden einige Parzellen angepasst. Dies hatte auch Korrekturen der Gemeindegrenzen zur Folge. Das Gemeindegebiet wächst damit um 20 Aren. Auch diesen Antrag nahm die Gemeindeversammlung zustimmend zur Kenntnis.

Im weiteren orientierte Gemeindepräsident Kurt Weber über Rücktritte aus den Behörden: René Nikles verzichtet nach fünf Jahren im Gemeinderat auf eine Wiederwahl. Urs Erbacher, RPK-Präsident seit vier und RPK-Mitglied seit acht Jahren stellt sich ebenso wie RPK-Mitglied Jürg Eberle nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung. Die Gemeindeversammlung verabschiedete die drei mit Applaus.

Die Primarschule Ottenbach steigert die Ausgaben gegenüber dem Voranschlag 2009 um 172‘000 Franken auf 3.78 Millionen. Bei einem Steuerfuss von nunmehr 52 Prozent resultiert ein Defizit von 353‘000 Franken zu Lasten des Eigenkapitals. Dieser Antrag wurde ebenso diskussionslos durchgewinkt wie die Sanierung des Pausenplatzes 2003-2007, der mit Kostenunterschreitungen von 28‘000 Franken bei einem Gesamtaufwand von 227‘000 realisiert werden konnte. Die Unterschreitung ist teilweise der ehrenamtlichen Mitarbeit von Eltern, teilweise einem Staatsbeitrag zu verdanken. Schulpflegepräsident Thomas Müller gab bekannt, dass sich alle Mitglieder der Behörde um eine Wiederwahl bemühen, und orientierte, dass das Lehrschwimmbecken über die Festtage für Reparaturen geschlossen wird.

Vor nochmals gelichteten Reihen beschloss die Kirchenpflege die Gemeindeversammlung. Die 16 Stimmberechtigten folgten auch dem Voranschlag der Kirche diskussionslos. Die Ausgaben bleiben stabil bei 491‘000 Franken. Kirchenpräsident Felix Weiss wies darauf hin, dass der Kirchenrat das Budget mit Argusaugen überwacht, damit der Steuersatz nicht über die erlaubten 14 Prozent hinaus ansteigt. Den Jahresbericht fasste er kurz zusammen und verwies auf die ausführliche Version auf www.kircheottenbach.ch. Die Kirchenpflege verzeichnet drei Rücktritte - Felix Weiss freut sich über jedes freudige Ja, wenn jemand zur Mitarbeit im Gremium bereit ist. Gerne wies er auf den Singkreis Affoltern hin, der am Heiligabendgottesdienst in der Kirche Ottenbach singt. Start ins Neue Jahr ist am 3. Januar der Gemeindeapéro um 17 Uhr bei der Kirche. (bs)