Dieter Minder

Die Sportvereine geniessen in Wettingen einen hohen Stellenwert. Mit bedeutenden Leistungen verdanken sie dies und verhelfen so der Gemeinde zu nationalem und internationalem Ansehen. Ob die sportlichen Resultate künftig noch besser werden, wird sich weisen. Auf jeden Fall fördert der Gemeinderat mit dem Parkierverbot auf den Schularealen die Fitness der Sportlerinnen und Sportler. Sie dürfen künftig nicht mehr bis vor die Turnhallen fahren.

Einsprache der Vereine

Nach einem Gesamtkonzept werden Aussenräume der Wettinger Schulanlagen neu gestaltet. Einwohnerrat und Stimmbürger haben dazu 5,73 Millionen Franken bewilligt. Angepasste Freiflächen sowie robuste und sichere Spielgeräte sollen den Kindern und Jugendlichen einen angenehmen Aufenthaltsraum für Pausen und Freizeit bieten. Auf den neuen Pausenplätzen haben Autos auch ausserhalb der Schulzeiten keinen Platz mehr.

Der Gemeinderat erliess deshalb ein Parkverbot, das am 30.November 2009 publiziert wurde. Bereits am 8.Dezember 2009 reichten die Sportvereine eine Einsprache ein. Sie wollen, dass ihre Mitglieder so nahe wie möglich an die Turnhalle heranfahren können. Das ist auf dem Pausenplatz Dorf nur noch bis Ende März möglich, teilt der Gemeinderat den Sportvereinen mit. Wenn der Volksentscheid zugunsten hochwertiger Aussenanlagen konsequent umgesetzt wird, bedeutet dies, dass Schulhausplätze keine Parkplätze für Dritte mehr sind. Und darunter fallen logischerweise auch die Sportler. Der Gemeinderat ist der Ansicht, dass den Sportlerinnen und Sportlern ein Fussmarsch vom Auto zur Turnhalle und zurück zugemutet werden kann.

Im Umkreis von maximal 400 Metern bestünden genügend öffentliche Parkplätze. Das Wohl der Leute, die die Freiflächen der Schulen als Aufenthaltsraum nützen, wird höher eingestuft als das Bedürfnis, dort Autos abzustellen. In begründeten Fällen ist der Gemeinderat bereit, Ausnahmegesuche zu prüfen.