Gemeindeammänner
Gemeindeammänner wehren sich gegen Kanton

Steuerfusserhöhungen werden unausweichlich sein, sind die Gemeindeammänner des Bezirks Muri überzeugt. Sie wollen sich nun gegen den Kanton zur Wehr setzen und genau wissen, welche Aufgaben die Gemeinden in den nächsten Jahren noch übernehmen sollen.

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Aargauer Zeitung

Die Gemeindeammänner des Bezirks Muri stöhnen unter der Aufgabenlast. Pflegehilfegesetz, Spitalgesetz, Bildungsaufgaben, etwas weiter entfernt die Revision des Steuergesetzes - «es ist unglaublich, was auf die Gemeinden abgeschoben wird», stellte Paul Leu, Auw, Obmann der Gemeindeammännervereinigung des Bezirks Muri, an der Herbsttagung fest.

«Sagen, was Sache ist»

Am 28. September trifft sich deshalb der Kantonalvorstand der Aargauer Gemeindeammänner mit den Regierungsräten Urs Hoffmann (Inneres) und Roland Brogli (Finanzen) «um zu sagen, was Sache ist.»

Die Gemeindeammänner wollen wissen, was in den nächsten fünf bis zehn Jahren noch auf sie zukommt. Und beurteilen können, ob das für sie überhaupt finanzierbar ist.

Allein das Pflegegesetz belastet die Aargauer Gemeinden nämlich mit 46 Mio. Franken, wie Leu ausführte. Steuerfusserhöhungen werden unausweichlich sein. «Es ist extrem, was in den letzten zehn Jahren auf uns zugekommen ist», betont Leu. (es)