Das Verhalten der Roma-Hochzeitsgesellschaft sei das Gegenteil von Hygiene, schreibt die Gemeinde in einer Mitteilung vom Dienstag. Das Wasser sei aus präventiven Gründen mit Chlor behandelt worden, obwohl für den Konsum keine Anzeichen eines Risikos bestanden habe.

Nach den Regenfällen der letzten Tage seien jedoch neue Analysen vorgesehen, teilte die Gemeinde mit. Die Gemeindebehörden von Collombey-Muraz wollen zudem bei Bund und Kanton vorstellig werden. Sie verlangen, dass klare und effiziente Massnahmen aufgestellt werden, damit die Fahrenden in Zukunft keine "Politik des Fait accompli" mehr praktizieren könnten.

Die Roma-Hochzeitsgesellschaft hatte zwischen dem 22. und 29. Juli mit ihren etwa 60 Campern eine Wiese in der rund 2000 Einwohner zählenden Gemeinde Collombey-Muraz in Beschlag genommen. Zahlreiche Anwohner störten sich an Abfall und Exkrementen, welche die Camping-Karawane hinterliess, und äusserten Sicherheitsbedenken. Die Polizei reagierte mit einem erhöhten Aufgebot rund um den Ort.