Verena Sandmeier-Ackermann

Mit Spannung wurden die Informationen über das Sieger-Projekt für den Gemeindehaus-Neubau (AZ vom 23. Oktober) erwartet, das Gemeinderat Otto Moser und Ulrich Isler, Mitglied der Fachjury des Wettbewerbs, nun im Detail vorstellten. Ein Projektierungskredit von 280 000 Franken wird den Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung vom 25. November unterbreitet.

Zahlreiche Fragen aus dem Publikum nach Minergiebauweise, Erdwärme, Holzschnitzelheizung und Sonnenkollektoren bewiesen, dass das Projekt überzeugt, dass man aber, wenn schon 4 Millionen veranschlagt seien, nicht am falschen Ort sparen möchte. Die Gemeinde sollte eine Vorreiterrolle spielen, wenn es um Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein bei öffentlichen Gebäuden geht, wurde argumentiert.

Mehr Schulraum nötig

Schulraum ist äusserst knapp in Staufen. Bis zum Jahr 2014 braucht es vier zusätzliche Schulzimmer und weitere Spezialräume für Gruppen- und Musikunterricht. Gemeinderätin Jutta Meier wies darauf hin, dass die Einwohnerzahlen ansteigen, dass Staufen in den nächsten 10 Jahren von 2600 auf 3500 Einwohner wachsen könnte. Die Turnhalle ist vollständig ausgebucht. Jede Schulklasse braucht drei Turnschulstunden; dazu kommen Vereine, die während der Woche die Turnhalle an jedem Abend belegen, teilweise sogar doppelt.

Eine Machbarkeitsstudie soll in der Schulraumplanung Klarheit schaffen; dafür beantragt der Gemeinderat einen Kredit von 85 000 Franken. Auch der Zustand des alten Schulhauses wird in die Planung einbezogen.

Verschiedene Anwesende verlangten die Erarbeitung eines Gesamtkonzeptes über die anstehenden Bauvorhaben von Gemeinde- und Schulhaus, um eine optimale Lösung zu erreichen. In dieses Konzept sollte auch das Wernli-Karl-Haus, das immer noch seiner Bestimmung harrt, eingebunden werden, meinte ein Votant.

Finanzen immer noch gut

Obschon der Wirtschaftsabschwung auch im Staufner Finanzhaushalt seine Spuren hinterlässt, wird das Jahresbudget, so Gemeinderat Peter Hauri, eingehalten werden können. Die geplanten Neubauten werden insgesamt um die 10 Millionen Franken kosten. Mit der Sanierung des alten Schulhauses von 1,5 Millionen, Bahnübergängen von 100 000 Franken, der Wasserversorgung von 1,5 Millionen und natürlich den Neubauten von Gemeinde- und Schulhaus warten recht dicke Brocken auf Staufen.

Für die kommenden Jahre ist zudem mit happigen Zusatzkosten von 1 Million Franken im Jahr zu rechnen. Im heutigen Zeitpunkt sei die Liquidität gut, aber vor Überraschungen sei man nie sicher, schloss Peter Hauri.

Immer mehr «Sternengaragen»

Ein Parkierungsreglement in Staufen drängt sich auf. Sternengaragen nehmen überhand - die Fahrzeuge längs der Fahrbahnen sind lästig und gefährlich. Das Jugendfest wird wie bis anhin im Zweijahresrhythmus stattfinden - abwechslungsweise ein «weisses» und ein Themen-Fest, das von einem Motto geprägt wird.

Zum Schluss lud Gemeindeammann Richard Zuckschwerdt die Anwesenden dazu ein, am 26. November beim Aufstellen des Weihnachtsbaumes auf dem Lindenplatz gemeinsam den Advent zu begrüssen.