Vor dem zweiten Tag der Parlamentswahl in Indien hatten über 200 maoistische Rebellen den Zug an einem Bahnhof vorübergehend in ihre Gewalt gebracht. Nach vier Stunden brachen sie die Aktion wieder ab. Nach unterschiedlichen Angaben verschiedener Nachrichtenagenturen und lokaler Fernsehstationen waren zwischen 300 und 700 Menschen an Bord des Zuges.

Maoistische Rebellen hatten bereits am ersten Wahltag in der vergangenen Woche mehrere Anschläge verübt, bei denen 16 Menschen ums Leben kamen. Die Rebellen kämpfen nach eigenen Angaben für die Rechte der landlosen Arbeiter und armen Bauern.

In den vergangenen Jahren haben sie auch immer wieder Personenzüge in ihre Gewalt gebracht. Nach einigen Stunden liessen sie die Passagiere jedoch gewöhnlich unverletzt wieder frei.

In der bevölkerungsreichsten Demokratie wird an mehreren nicht aufeinanderfolgenden Tagen gewählt. In Latehar wurde bereits abgestimmt, in übrigen Teilen des Bundessstaates Jharkhand standen noch Wahlgänge aus. Die Wahlen dauern noch bis zum 13. Mai.